Freitag, 18. April 2014

Mandel-Eierlikör-Cupcakes für´s Osternest

Wir stecken schon mitten in den Osterfeiertagen und auch ich habe es mir nicht nehmen lassen, kurz vorher etwas für unsere Familienkaffeetrinken in den Backofen zu schieben. 


Während die übrigen Familienmitglieder die obligatorische Rüblitorte und auch eine ganz wunderbare Frischkäsetorte gezaubert haben, gibt es aus meinem Ofen Mandel-Eierlikör-Cupcakes mit einem dazu passenden Eierlikörfrosting in Minigröße.


Wie vielleicht bei einigen von euch auch, gehört das Osterfest bei uns der Familie. Alle kommen zusammen und klönen bei einer schönen Tasse Kaffee und leckerem Kuchen über alte Zeiten und natürlich auch Neuigkeiten. Da auch das Wetter dieses Jahr frühlingshaft werden soll, freue ich mich außerdem auf einen kleinen Ausflug mit Herrn S. und unserem Cabrio - das gehört für uns bei schönem Wetter zu freien Tagen.

Bevor ich mir aber den Wind um die Nase wehen lasse, bekommt ihr natürlich erst einmal das Rezept für die Cupcakes von mir. Wer noch keine Idee für den Osterkaffeetisch hat, kann diese noch schnell zusammenrühren.



Mandel-Eierlikör-Cupcakes
(24 MiniCupcakes oder 12 normalgroße Cupcakes)

Zutaten Teig:

140 g Mehl
60 g gem. Mandeln
3 TL Backpulver
110 g Zucker
1 Prise Salz
80 ml neutrales Öl (z. B. Rapsöl)
1 Ei
100 ml Milch
80 ml Eierlikör 

Zubereitung Teig:

Den Backofen auf 200 Grad Ober-/Unterhitze oder 180 Grad Umluft vorheizen und ein Muffinblech mit Papierbackförmchen bestücken. Nun Mehl, Mandeln, Backpulver, Salz und Zucker miteinander vermischen. In einem anderen Gefäß die Milch, Eierlikör, Ei und Öl zusammenrühren. Die flüssige Mischung nun unter die trockenen Zutaten mischen - nicht zu lang, nur bis alles gut miteinander verrührt ist. Den Teig in die Papierbackförmchen füllen. Denkt aber bitte daran, dass die Förmchen nur zu 2/3 gefüllt werden sollten, damit euch der Teig beim Backen nicht über die Förmchen läuft. Gebacken wird 15 - 20 Minuten, bis die Cupcakes schön goldgelb sind und beim Daraufdrücken leicht zurück federn. Die Cupcakes auf einem Gitter gut auskühlen lassen. Sobald alle ausgekühlt sind, könnt ihr das Frosting darauf spritzen. Vorher müsst ihr dieses natürlich erst einmal zubereiten. 


Und so geht´s:

Zutaten Eierlikörfrosting:

200 g sehr weiche Butter
150 g gesiebter Puderzucker
100 ml Eierlikör
grüne Pastenfarbe, z. B. Party Green von Sugarflair

Zubereitung Eierlikörfrosting:

Die weiche Butter und den Puderzucker mit dem Handrührgerät schön aufschlagen - bis sie fast weiß ist. Danach langsam weiterschlagen und den Eierlikör in einem feinen Strahl hinzugeben. Die Masse nur solange schlagen, bis der Eierlikör untergerührt ist, sonst gerinnt die Butter. Nun die Hälfte des Frostings abnehmen und zur restlichen Creme eine Zahnstocherspitze grüne Pastenfarbe hinzugeben und ganz kurz unterrühren.

Zum Aufspritzen des Frostings auf die Cupcakes nehmt ihr einen Einwegspritzbeutel, eine große Spritztülle mit Rosettenform und gebt auf eine Seite die helle Creme und daneben die grüne Creme hinein. So erhaltet ihr ein tolles zweifarbiges Frosting für eure Cupcakes. 
Wer noch kurz schauen mag, wie das funktioniert, kann z. B. bei der lieben Sarah nachschauen ... klickt einfach hier


Die Cupcakes werden geschmückt von kleinen rosafarbenen Fondant-Osterhäschen. Diese habe ich drei Tage vorher mit einem kleinen Häschenausstecher aus Rollfondant ausgestochen und auf Backpapier trocknen lassen. Da ich den Fondant sehr dünnt ausgerollt habe, ist dieser so getrocknet, dass er seine Form behielt und nun als Cupcake-Topper gut verwendet werden konnte. Eingefärbt habe ich im Übrigen mit der Pastenfarbe von Sugarflair im Farbton pink.


Euch wünsche ich nun ein wunderbar frühlingshaftes Osterfest im Kreise eurer Lieben und natürlich mit einem sehr, sehr fleißigen Osterhäschen. Genießt eure freien Tage und entspannt ein wenig. 

Wir lesen uns in der nächsten Woche wieder. Bis dahin eine tolle Zeit für euch!

Eure Jessi!

Sonntag, 13. April 2014

Seminar Cupcakes mit Frühlings- und Osterdeko am 12.04.2014

Heute darf ich euch von meinem ersten Seminar in diesem Jahr berichten.

Ich durfte drei sehr liebe Mädels am 12.04.2014 zum Seminar für Cupcakes mit Frühlings- und Osterdeko empfangen.


Damit alle drei Teilnehmerinnen einen guten Start ins Seminar hatten, gab es so einige Unterlagen und kleine Geschenke zur Begrüßung. Nach einem sehr herzlichen und freundlichen Empfang konnte es nach einer kleinen Einweisung gleich mit dem Backen der Cupcakes los gehen.



Nach fleißigem Rühren gab es schon die ersten Ergebnisse

Gebacken haben wir folgende Sorten Cupcakes:

- Zitronencupcakes mit Lemon-Curd-Füllung
- Toffifee-Cupcakes
- Black Bottom Cupcakes

Dazu kamen noch zwei Frostingarten, die die Cupcakes verschönerten.

Erst das Rezept lesen - dann gibt es ein schönes Frühlingsgrün ... Marshmallow-Frosting mit weißer Schoki

Kontrast zum frühlingsgrünen Frosting ... aufgespritzte Ganache für vollen Schokigeschmack
Weiter ging es dann nach einer kurzen inspirierenden Pause vor der Bücherecke mit dem Dekorieren der Cupcakes. Jede Teilnehmerin konnte nun ihre 6 Cupcakes individuell zum Thema oder auch nach Lust und Laune dekorieren. Währenddessen gab es Tipps und Tricks zum Umgang mit den Materialien sowie zur Ausführung diverser Dekoteile.




Die Zeit flog nur so dahin und sowohl die Teilnehmerinnen als auch ich waren richtig überrascht, als sich das Seminar schon dem Ende neigte. Wahrscheinlich säßen wir heute noch, wenn wir uns aus Uhren nichts machen würden.

Es sind sehr schöne Cupcakes entstanden - sowohl zum Seminarthema als auch frei und kreativ von jeder Teilnehmerin kreiert.

Schaut doch mal:

Wunderhübsche Ergebnisse 
Ich hatte viel Freude, mit ebenfalls sehr begeisterten Bäckerinnen einen tollen Tag verbringen zu können. Irgendwie waren wir auf einer Wellenlänge und verstanden uns sofort sehr toll. Besonders schön fand ich, dass keinerlei Berührungsängste mit neuen Materialen bestanden und viel ausprobiert wurde. Meine Tipps wurden sofort ausgetestet und wir hatten einen wirklich lustigen Tag zusammen.


Liebe Mädels, ich hatte sehr viel Spaß mit euch und habe auch noch beim Schreiben dieses Beitrags ein Lächeln auf den Lippen. Ich hoffe, ihr hattet nach dem Seminar viel Spaß an euren kleinen Kunstwerken und konntet sie mit euren Lieben so richtig genießen. Vorher habt ihr euch hoffentlich noch richtig beneiden lassen, was ihr so tolles zusammen gebraut habt.

Ich durfte auch mit auf´s Bild ... 
In einem der nächsten Beiträge berichte ich euch dann von meinem Seminar Törtchenstyling, welches einen Tag nach dem Cupcake-Seminar stattfand. Ihr dürft also schon gespannt sein.

Eure Jessi!

Sonntag, 6. April 2014

Eis, Eis ... Bäääbiiieee!

War es bei euch in den letzten Tagen auch so ein wunderbares Sonnenwetter? Also ich habe es wirklich genießen können, denn ich hatte ein paar Tage Urlaub. 

Damit ihr aber nicht denkt, ich habe mich nur auf Törtchenveranstaltungen wie der Cake World Hamburg herumgetrieben oder bin durch Eis Cafés getigert, gibt es heute mal wieder ein Törtchen für euch zu sehen. Tja und wie sollte es anders sein, zufällig passt dieses auch noch super zu dem tollen Wetter in den letzten Tagen.


Wie ich euch ja bereits mehrfach berichtet habe, stehen derzeit viele runde Geburtstage im Freundeskreis an. So ist auch diese Eiswaffel zu einem 30. Geburtstag entstanden. Das Geburtstagskind Marlene war kurz zuvor auf Hawai und so habe ich mich für eine Eiswaffel  (im übertragenen Sinne für diesen Urlaub) entschieden. Auch der Hibiskus aus Blütenpaste durfte in Anlehnung an dieses Thema nicht fehlen.

Zwei Stockwerke leckeres Törtchen!

Hibiskus als Verbindung zum Hawai-Urlaub

Die Kirsche auf dem Sahne-Topping rundet das Törtchen ab.


Ich bin ein Eisgenießer und daher läuft es mir meist schnell von der Waffel - bei euch auch?

Wie man auf dem letzten Bild gut sehen kann, habe ich das Cake Board in Holzoptik gestaltet. Hierfür wurde keine Prägematte genutzt, sondern die Struktur in den Fondant geritzt und anschließend nach einem Tag mit brauner (in Alkohol aufgelöster) Puderfarbe von Sugarflair und einem groben Pinsel bemalt.

Gefüllt war das zweistöckige Törtchen mit einem hellen Ölteig und einer Füllung aus Karamellsahne und Roter Grütze.

Das Rezept für den hellen Ölkuchen gibt es hier für euch - ich habe es in einer 20er Springform fünf Mal für die Torte gebacken.

Heller Ölkuchen

Zutaten:

400 g Mehl
1 Pckg. Backpulver
200 g Zucker
200 ml neutrales Öl (z. B. Sonnenblumenöl)
4 Eier
250 ml Orangensaft

Zubereitung:

Die Eier mit dem Zucker schaumig schlagen, bis die Masse weiß wird. Danach Öl und den Orangensaft unterrühren. Abschließend noch das mit Backpulver vermengte Mehl löffelweise hinzugeben und rasch unterrühren. Den Kuchen bei 180 Grad Umluft oder 200 Grad Ober-/Unterhitze für ca. 60 Minuten backen.


Die Eiswaffel habe ich zuerst mit Fondant eingedeckt und dann die Waffelstruktur eingearbeitet. Anschließend wurden die "Kugeln" aufgesetzt, nachdem die untere Etage mit 4 Holzstäben gestützt wurde. Unter jeder Etage befindet sich zur Stabilisierung eine Kapaplatte. So lassen sich die einzelnen Etagen jeweils gut verarbeiten und sind auch stabiler.


Das Eindecken der Kugeln hat mich dann aber doch ein paar Nerven gekostet. Erstens war es echt eine große Menge Fondant, die in zwei verschiedenen Farben eingefärbt und weich geknetet werden musste. Dabei nutze ich schon den Callebaut-Fondant, welcher eigentlich gut zu kneten ist. Na ja, aber bei dieser großen Masse hatte ich wahrscheinlich zu wenig Muskeln hierfür. Schlussendlich könnt ihr ja sehen, dass ich es doch irgendwie hinbekommen habe (okay ... Herr S. hat geholfen ...). 


Die zweite Sorge ereilte mich beim Eindecken. Der braune Fondant war noch ganz gut unterzubringen. Doch bei der zweiten, rosafarbenen Schicht hatte ich nicht daran gedacht, dass diese Schicht ja keinen klebrigen Untergrund hat und daher nicht haftet. Ich musste mich im Nachhinein also noch mit Zuckerkleber bewaffnen und diesen darunter bringen. Keine so einfach Sache und ich war froh, als ich beide Fondantmassen so aufgebracht hatte, wie ich es mir vorgestellt hatte.


Beim Geburtstagskind und auch bei den Gästen ist das Eiswaffel-Törtchen super angekommen - sowohl Optik als auch Geschmack. Gerade diese besondere Form hat mir sehr viel Spaß gemacht und wenn ich mir heute die Fotos noch einmal ansehe, freue ich mich immer noch über dieses besondere Törtchen - da kann der Sommer doch kommen ;o) !

Euch eine wunderhübsche und sonnige Zeit!

Eure Jessi!

Sonntag, 30. März 2014

Die erste Cake World Germany Hamburg

Wie bereits angekündigt, habe ich der Cake World Germany in Hamburg am vergangenen Freitag einen Besuch abgestattet. Leider konnte ich nur einen Tag der Messe genießen und somit auch kein Törtchen zum Wettbewerb beisteuern. Viele andere neue und auch erfahrene Tortenkünstler haben sich diese Chance jedoch nicht entgehen lassen und ihr Törtchen in die Wettbewerbshallen getragen.

Doch nicht nur die Tortenausstellung konnte sich auf der Cake World sehen lassen. Begeistert hat mich die vielfältige Händlerauswahl, die man als Gast vollends genießen konnte. Mehrere Gänge mit jeweils wahnsinnig vielen unterschiedlichen Ausstellern und noch mehr Messeangeboten. 

Aber jetzt mal von Anfang an. Beim Ankommen auf dem Messegelände hatte man schon die Möglichkeit, kostenlos direkt vor der Messehalle zu Parken. Ein absolutes Plus, denn zur Tortenshow in Hamburg bekam man entweder nur einen superteuren Parkplatz in der Tiefgarage oder rund um die Handwerkskammer eigentlich keine Möglichkeit, sein Auto abzustellen. Man war also eigentlich eher auf Öffis angewiesen. Die Anreise zur Cake World war also super angenehm und man war sofort ohne weitere Kosten vor Ort.

Nachdem ich schon die liebe An von Tortenpoesie und Sylvie von SugarheArt vor der Eingangstür begrüßen konnte, empfingen mich nach Durchschreiten der Eingangshalle zwei Möglichkeiten. Im Erdgeschoss befand sich eine riesige Messehalle mit wahnsinnig vielen nationalen und internationalen Ausstellern ... soooo viel Törtchenzubehör auf einmal habe ich persönlich noch nicht erlebt und war echt geflasht. Im Obergeschoss befanden sich die Törtchenausstellung und auch die Räumlichkeiten für die Vorführungen.


Magisch angezogen von den vielen Ausstellern im Erdgeschoss zog es mich erst einmal in die Ausstellerhalle. Dort wollte ich mir erst einmal einen Überblick verschaffen und meine lieben Mitstreiter vom IGT e. V. Stand begrüßen. Über die Interessengemeinschaft Tortendesign e. V. und unsere Ziele hatte ich euch ja hier schon berichtet.

Vormittags schlenderte ich also durch viele, viele Verkaufsstände und stand auch mit lieben Mitstreitern am Stand der IGT e. V..

linkes Bild v. l.: Annina König, ich, Sunita Bahnik, Vlasta Boese
rechtes Bild v. l.: ich, Sunita, Vlasta

Bilder von links: Franziska Robertz, Sybille Koch, ich

Da ich noch nicht alle unserer Mitglieder des IGT e. V. persönlich kannte, habe ich mich besonders gefreut, die übrigen Mitglieder einmal persönlich kennen zu lernen. Wir verstanden uns sofort und alle, mit denen ich mich unterhielt, waren mir nicht nur online sondern nun auch von Angesicht zu Angesicht sehr sympathisch. Schade, dass wir nur den Freitag Zeit hatten, miteinander zu schwatzen ... das wird hoffentlich bald mal wieder nachgeholt.

Neben dem Stand der IGT e. V. waren auch noch internationale Shootingstar-Törtchenkünstler anwesend. Schaut doch mal, wen ich alles so treffen konnte:

Annelies van Tessel - ich liebe ihre Häuser!

wunderschöne Icingkunst

Und dann war da noch eine meiner liebsten Cake Designerinnen - Molly aus Italien ... da habe ich mir eine Vorführung nicht entgehen lassen:


Molly war superlocker und lieb dazu
Nach der Vorführung bei Molly ging es für mich dann in den Showroom für die Törtchen. Als erstes muss ich anmerken, dass die Ausstellung sehr viel Platz für Törtchen und Besucher vorweisen konnte. Die Törtchen waren ausreichend abgesperrt. Kein Besucher konnte zu nah ran, man sah aber alles super. Außerdem waren die Gänge für die Besucher sehr schön breit. Man musste sich nicht drängen, wie bei den anderen beiden Törtchenausstellungen, die ich bisher besucht hatte. Sicherlich seid ihr schon gespannt auf die Bilder ... daher geht es jetzt endlich mit einer kleinen Auswahl los:

Häschentorte: Annett Schröder von AS Dreamcakes Berlin

Hutmacher: Sunita Bahnik von Glücksmoleküle
SteamPunk-Figur: Theresa von Crazy-Sweets


Schranktorte: Simone Zährl

Hochzeitstorte Asia: Theresa von Crazy-Sweets

Hochzeitstorte mit Schriftzug, links oben: An von Tortenpoesie


Sind da nicht wunderbare Werke dabei? Einige Künstler haben schon ihre eigene Handschrift und ich ahnte bei einigen Törtchen, wer dahinter steckt. Die Auszeichnungen habe ich leider noch nicht mit erlebt... die Juroren bewerteten die Werke bis Samstag.

Und damit die Juroren bewerten können, werden für die Jurorenvorbereitungen ebenfalls Schaustücke angefertigt und dann später für die Besucher ausgestellt.


Fazit zur Cake World Germany in Hamburg:

Eine sehr gut organisierte Messe mit fairem Eintrittspreis, tollen Anreise- (direkt an der Autobahn) und Parkmöglichkeiten, Shoppingmöglichkeiten bis der Geldbeutel glüht, super organisierter und übersichtlicher Törtchenausstellung und sogar Verpflegungsmöglichkeiten vor Ort, deren Preise human waren. Sogar Herr S. war sehr begeistert ... jedenfalls von der Messe ... eher weniger von den vielen Beuteln und Fondanteimern, die er leider für mich schleppen musste. ;o)

Viele bekannte und neue Gesichter habe ich gesprochen und mich sehr über jedes einzelne Gespräch gefreut.

Was mir und Herrn S. vor allem gefallen hat: Die Cake World Germany in Hamburg kann die Bezeichnung "Messe" tatsächlich als einzige Tortenveranstaltung in Deutschland tragen - es ist eine Messe und wurde durch uns wirklich auch als solche wahr genommen. 

Im nächsten Jahr kann ich dann hoffentlich das gesamte Wochenende da sein ... darauf freue ich mich schon.

Eure Jessi!

Donnerstag, 27. März 2014

Die Interessengemeinschaft Tortendesign e. V. - neu gegründet von vielen Tortenkünstlern

Seit Oktober 2013 hat sich viel getan in der Törtchenszene. Viele Tortenkünstler waren schon seit längerem auf der Suche nach einem neutralen Verein, welcher unsere Interessen vertritt und sich ausschließlich allen Themen der Kunst des Tortendesign widmet. 

Die Tortenshow 2013 haben wir Törtchen-Verrückte also für einen kurzen Austausch genutzt, dass es Zeit ist, einen solchen unabhängigen Verein ins Leben zu rufen. Da es alle kaum erwarten konnten, waren sowohl schnell gemeinsame Ziele und Interessen gefunden als auch Themen ins Visier genommen, welche dringend beraten werden mussten.

Kurzum, noch im Oktober 2013 haben wir damit begonnen, deutschlandweit auf einer bisher noch kleinen Plattform und mit wahnsinnig talentierten Tortenkünstlern unseren Vereinsnamen und unsere Ziele zu definieren. Schnell stand auch fest, dass wir die kommende CakeWorld Hamburg unterstützen wollen und uns euch dann auch das erste Mal live und in Farbe ;o) präsentieren möchten. 

Und heute ist es endlich soweit: Ich kann euch berichten, dass wir einen sehr zielorientierten, kreativen und ehrlichen Verein auf die Beine gestellt haben, welcher als Hauptaugenmerk die Förderung der deutschen Tortenkunst im Auge hat. 

Die Interessengemeinschaft Tortendesign e. V. (IGT e. V.) ist entstanden und ich bin wirklich stolz auf eine ehrliche und demokratische Gründungsarbeit mit so talentierten Gründungsmitgliedern.


Die IGT e. V. hat sich zum Ziel gesetzt, durch ein reges Vereinsleben und offenen Austausch die Interessen der Tortenkünstler im deutschsprachigen Raum zu vertreten.

Um dies umzusetzen, wird der Verein in folgenden Bereichen tätig werden:

  • Aufbau einer Online-Plattform zum Austausch und zur Förderung der Zusammenarbeit der Mitglieder
  • Unterstützung /Ausrichtung von Wettbewerben, inkl. Ausbildung von Juroren
  • Entwicklung von Kursstandards
  • Unterstützung/Beratung von Mitgliedern beim Weg in die Selbstständigkeit 
  • Öffentlichkeitsarbeit
  • Organisation von Treffen der Mitglieder


Wir verstehen den Verein als demokratisches System, in dem die Meinung jedes Mitglieds gehört und Transparenz groß geschrieben wird.

Wer WIR sind? Wir sind 25 Gründungsmitglieder, welchen die Tortenkunst und die damit verbundenen Interessen sehr am Herzen liegen. Nur um ein paar Beispiele aufzuzählen, dabei sind neben mir z. B. die liebe Sylvie von SugarheArt aus Lübeck und ihre Geschäftspartnerin Nancy von NancyCake, Monika die Tortentante, die liebe Annina von Perlen aus Zucker, Jens von Cake Company , die Köpfe des Wagrien Verlags (übersetzen z. B. für Linde Smith Bücher ins Deutsche) und, und, und ... Wie ihr seht, viele bekannte Gesichter der deutschen Törtchen-, Cupcake- und Cookie-Szene, die ich hier gar nicht alle aufzählen kann. 

Wir freuen uns, wenn ihr einfach auf unserer Internetseite www.ig-tortendesign.de vorbeischaut - vielleicht habt ihr ja Lust auf ein tolles und ehrgeiziges Vereinsleben. Wir freuen uns über jede/n von euch!

Noch mehr freuen wir uns natürlich, wenn wir uns persönlich kennen lernen. Das ist vom 28. März 2014 bis 30. März 2014 möglich, denn wir haben direkt auf der CakeWorld Hamburg einen Stand, auf dem wir gerne mit euch ins Gespräch kommen. 

Mich trefft ihr auf der CakeWorld Hamburg am Freitag, dem 28.03.2014 sowohl zwischen all den Törtchen als auch immer mal wieder am Stand der IGT e. V.. Natürlich freue ich mich ganz besonders über jede/n, den/die ich auf der CakeWorld treffen und kennen lernen kann. Sprecht mich also einfach an ... ich freue mich schon auf euch!!!

Eure Jessi!

Sonntag, 23. März 2014

Ein Vogelhäuschen kommt selten allein (Tutorial)

Wie versprochen gibt es heute den Folgebeitrag zu dem kleinen Vögelchen, welches ich euch in der letzten Woche gezeigt hatte. Natürlich gehört zu einem Vögelchen auch ein entsprechendes Heim und genau für dieses habe ich euch ein Rezept sowie eine Anleitung mitgebracht.


Wie ihr wahrscheinlich schon bemerkt habt, überschreiten viele liebe Freunde von mir in der letzten Zeit die magische 30-iger-Grenze. Tja und ich kann euch auch versichern, das war noch nicht die letze Torte zu einem solchen "Ich betrinke mich mit einem Glas Milch und versuche mich im Waschbecken zu ertränken-Anlass". Obwohl ich ja sagen muss, dass bisher keine meiner Freundinnen solch ein Altersflash zu Tage kommen ließ. Alle "verkraften" das ganz gut ... mir gegenüber jedenfalls. ;o) Nun gut, genug mit diesen erschreckenden Gedanken. Widmen wir uns lieber wieder dem kleinen Törtchen, was auch noch mit einem leckeren Haselnuss-Biskuit und einer Pfirsich-Haselnuss-Creme gefüllt war.


Bevor ich euch zeige, wie ihr das Häuschen zusammen bastelt, solltet ihr erst einmal sein Innenleben kennen lernen. Das Rezept gibt es nun hier für euch:

Haselnuss-Biskuit

Zutaten für 1 großes Backblech:
5 Eier
1 Prise Salz
140 g Zucker
75 g Mehl
75 g gemahlene Haselnüsse

Zubereitung:
Die Eier mit dem Zucker und dem Salz schaumig schlagen, bis die Zucker-Ei-Masse weiß und luftig ist. Das dauert einen Moment, aber diese Geduld solltet ihr unbedingt aufbringen. Danach das Mehl und die Haselnüsse miteinander vermischen, nach und nach in die Zucker-Ei-Masse sieben und unterrühren (nur so lange, wie nötig).
Nun den Teig in die mit Backpapier ausgelegte Springform geben (Rand nicht fetten!) und den Kuchen bei 180 Grad Umluft oder 200 Grad Ober-/Unterhitze ca. 35 - 40 Minuten auf unterster Einschubhöhe backen.

Den Boden nun gut auskühlen lassen, bevor er gefüllt wird. Das Rezept für die Füllung ist laktosefrei, da meine Freundin ein Unverträglichkeit hat.


Pfirsich-Haselnuss-Creme

Zutaten:
1/2 kleine Dose Pfirsiche
200 ml Haselnussdrink (z. B. von AlproSoja)
3 Packungen weißer Tortenguss

Zubereitung:
Die Aprikosen abtropfen lassen und den restlichen Saft auffangen. Mit dem Mixer oder einem Mixstab die Aprikosen fein pürieren und in einen Kochtopf geben. Den Tortenguss mit 2 EL Apikosensaft sowie 2 ml Haselnussdrink glattrühren  und unter die pürierten Aprikosen geben. Den restlichen Haselnussdrink hinzugeben. Alles zusammen aufkochen lassen. Dann die Masse etwas abkühlen lassen.



Für das Vogelhäuschen benötigt ihr neben Böden, Füllung und Ganache natürlich noch ein paar andere Dinge:

- 200 - 300 g weißen Fondant
- 100 g lilafarbenen Fondant
- 50 g pinkfarbenen Fondant
- 100 g braunschwarzen Modellierfondant (Fondant + 1/4 TL CMC)
- etwas orangefarbenen Fondant
- etwas rote Blütenpaste (z. B. eingefärbt mit EXTRA-Red von Sugarflair)
- etwas schwarze Blütenpaste (z. B. eingefärbt mit EXTRA-Black von Sugarflair)
- etwas grüne Blütenpaste (z. B. eingefärbt mit EXTRA-Green von Sugarflair)
- Lebensmittelstift schwarz
- Pastenfarbe weiß
- zwei Zahnstocher
- Zuckerkleber
- kleinster Ausstecher Rosen Laub
- Prägematte Holz
- Bordürenausstecher
- Kreisausstecher
- Rollschneider Cutting Wheel
- Lineal 30 cm
- Ausrollstab
- Bäckerstärke zum Ausrollen des Fondants
- Vögelchen aus dem vergangenen Post
- vorbereitetes CakeBoard (hier mit Rautenmuster und Zuckerperlen)

Jetzt geht´s aber los mit dem Zusammensetzen der Böden.



1. Sicherlich weiß jede/r von euch, wie ein Haus aussieht. Schneidet 2/3 der Böden gleich groß als Viereck. Nach oben hin werdet ihr immer schmaler, sodass ein Dach entsteht. Habt ihr alle Böden geschnitten und als Test zusammen gesetzt, füllt ihr sie und korrigiert die harten Formen des Daches mit einem Messer, indem ihr ein stimmiges Dach schnitzt (sh. Bild oben rechts).


2. Das Häuschen wird nun mit Ganache (200 g Zartbitterschoki, 200 ml Sojaschlagsahne) eingestrichen. Dies wiederholt ihr mit Kühlphasen so oft, bis eine glatte Oberfläche entstanden ist.


3. Ist das Häuschen gut geglättet, wird der weiße Fondant weich geknetet, ausgerollt und mit der Holz-Prägematte geprägt. Für die vier Seitenteile habe ich mir vorher jeweils eine Schablone aus Papier geschnitten. Dafür habe ich die Torte ins Licht gestellt, ein Blatt Papier davor gehalten und die Umrisse nachgezeichnet. Diese Schablonen werden nun aus dem Fondant ausgeschnitten. Den Fondant müsst ihr sicherlich dafür mehrfach ausrollen und prägen.


4. Um eine Brettstrukur zu erzeugen, rollt ihr in 2 cm Abständen mit dem Rollschneider vertikal Linien in den Fondant. Drückt dabei nur leicht auf, damit ihr den Fondant nicht zerschneidet.

5. In die Vorderseite des Häuschens stecht ihr mit einem Kreisausstecher im oberen Drittel das Schlupfloch.


6. Nun bringt ihr die vier Seitenteile am Häuschen an und streicht mit den Händen mehrfach leicht darüber, sodass alles gut anliegt.


7. Bearbeitet auch die vier Ecken, damit die Stöße zum Schluss nicht zu sehen sind (sh. Bild links oben).

8. Für das Dach rollt ihr den lilafarbenen Fondant aus und stecht viele kleine Kreise aus.


9. Diese bringt ihr von unten her als Dachziegel an. Achtet dabei darauf, dass ihr sie versetzt anbringt, sodass eine Ziegeloptik entsteht. Außerdem solltet ihr darauf achten, dass nach unten und vorn hin die Ziegel etwas überstehen - dies wirkt "echter".


10. Für den Dachabschluss rollt ihr den pinkfarbenen Fondant aus und stecht mit dem Bordürenausstecher zwei gleich lange Stränge aus, welche die Länge des Daches haben und bring sie Stoß an Stoß am oberen Rand des Daches an. Damit man diesen Stoß nicht sieht, wird noch ein Strang aus pinkfarbenen Fondant geformt und mit Blütenpaste als Abschluss aufgebracht.


11. Nun hat das Vogelhäuschen schon seine Form und wird auf das Cake Board gesetzt. Für die Dekoration formt ihr aus dem braun-schwarzen Modellierfondant Wurzelstränge, wie es im linken oberen Bild zu sehen ist. Rollt dafür unterschiedlich große Stränge und dreht sie in sich ein. Dadurch entsteht der schöne Struktur-Effekt. Lasst für die Sitzstange aber noch ein klein wenig braunen Modellierfondant übrig, ca. 10 g.

12. Das Vögelchen könnt ihr ebenfalls schon auf das Cake Board setzen. Da es ja einen Zahnstocher enthält, steckt ihr es damit einfach in das Cake Board. Lasst dabei noch etwas Platz für seine Füßchen.

13. Für die Vogel-Füßchen rollt ihr 6 kleine Kugeln aus dem orangefarbenen Fondant. Formt diese konisch und setzt sie in 3er Grüppchen zusammen. Dann könnt ihr sie schon unter das Vögelchen kleben.


14. Für die Sitzstange wickelt ihr den restlichen braunen Modellierfondant um einen Zahnstocher, rollt ihn zur Stange und drückt das vordere Teil flach (sh. auch Bild oben rechts).


15. Für die Blätter an den Wurzeln rollt ihr grüne Blütenpaste aus, stecht mit dem Rosen-Laub-Ausstecher Blätter aus und klebt sie nach Belieben an Wurzeln und Haus.

16. Für den Marienkäfer  rollt ihr eine kleine Kuller aus roter Blütenpaste und eine kleinere Kuller aus schwarzer Blütenpaste (dies wird der Kopf). Klebt beides zusammen. Zeichnet Punkte und Strich mit dem schwarzen Lebensmittelstift auf den roten Rumpf. Die Augen malt ihr mit der weißen Pastenfarbe und mit Hilfe des Zahnstochers. Den Marienkäfer klebt ihr mit Zuckerkleber behutsam auf die Wurzel, damit ihr die frische Farbe nicht verwischt.


Sooo ... und nun ist es geschafft. Das kleine Vogelhäuschen samt Vögelchen steht bzw. stand. Denn das Törtchen ist ja bereits verschenkt und längst verspeist.

Ich wünsche euch viel Spaß beim Nachbasteln und natürlich eine tolle Woche!

Eure Jessi!

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