Montag, 17. November 2014

Nasch-Buffet zur Gartenparty

Bereits vor einiger Zeit genossen wir mit Freunden das sommerliche Wetter ... ja, es ist wirklich schon wieder so einiges an Zeit seit Anfang August vergangen. Euch möchte ich nun heute gern noch einmal in den Sommer entführen (bis wir uns gemeinsam in die Vorweihnachtszeit werfen) und euch meinen Sweet Table dafür zeigen.


Da es abends erst einmal viel Herzhaftes gab und es wirklich warm und schwül war, gab es die süßen Kleinigkeiten erst spät am Abend. Daher sind die Bilder leider nicht so gut ausgeleuchtet.



Zur Auswahl standen:

Johannisbeer-Macarons
Cake Pops mit Schwips
Aprikosentarte mit Rosmarin
Zweierlei Süßes Sushi
Erdbeer-Kokos-Cupcakes

Natürlich habe ich euch auch die jeweiligen Rezepte mitgebracht. 


Johannisbeer-Macarons

Macaron-Schalen

Das Rezept für die Macaron-Schalen habe ich bereits hier für euch aufgeschrieben.

Für die weißen Macarons habe ich die Masse nicht eingefärbt. Für pinke und violette Macarons habe ich Pastenfarben der Firma Sugarflair genutzt und zur Masse gegeben.

Füllung Macarons:

100 g weiße Schokolade
50 ml Schlagsahne
2 EL schwarzes Johannisbeergelee

Die Schokolade klein hacken. Die Sahne aufkochen und kurz abkühlen lassen. Dann zu der Schokolade geben und diese damit verflüssigen. Sofern die Schokolade nicht komplett flüssig wird, noch über dem Wasserbad schmelzen. Abschließend das Gelee unterrühren. Die Masse für eine halbe Stunde abkühlen lassen und in festerem Zustand auf jeweils eine Macaronschale spritzen und eine zweite Schale darauf setzen. Die Macarons am besten noch einen Tag in einem geschlossenen Gefäß durchziehen lassen.


Cake Pops mit Schwips

Zutaten:

350 g Sckoladenkuchen (z. B. dieser), bereits gebacken und ausgekühlt
ca. 5 EL Aprikosenmarmelade
2 EL Grand Marnier
200 Zartbitterkuvertüre
rosa Perlen zum Verzieren
CakePopStiele oder Holzspieße

Zubereitung:

Den Schokokuchen mit den Händen in einer großen Schüssel zerkrümeln. Anschließend die Marmelade hinzugeben, bis eine weich aber noch formbare Masse entsteht. Erinnert euch an Knete, es muss also noch formbar sein und nicht zerfallen. Alle Zutaten sollten Zimmertemperatur haben. Nun aus der Masse Kugeln formen (ca. 5 cm Durchmesser). Diese auf ein Brett legen und für 2 Stunden in den Kühlschrank zum Durchkühlen stellen. Kurz vor der Weiterverarbeitung der Kugeln die Kuvertüre über dem Wasserbad schmelzen und die Kugeln anschließend aus dem Kühlschrank nehmen. Die Stiele leicht mit dem oberen Ende in die Kuvertüre tauchen und in die Kugeln stecken. Alles muss noch einmal mindestens eine halbe Stunde kühlen. Danach könnt ihr die Kugeln komplett mit Kuvertüre überziehen, indem ihr sie komplett hinein taucht (tiefes Gefäß ist sinnvoll) und kurz sanft abklopft. Dann sofort mit Zuckerperlen verzieren und auf ein mit Backpapier belegtes Blech zum Auskühlen stellen.



Für diese Tarte habe ich mich wieder auf den Blog von Aurelie Bestian begeben. Sie ist als echte Französin geradezu ein kleines Vorbild, was solche tollen Tarte-Rezepte angeht. Schon lang hatte ich dieses Rezept auf dem To-Do-Zettelchen.

Hier kommt für euch also das Rezept für die

Aprikosentarte mit Rosmarin

Zutaten:

Teig: 
250 g Mehl
110 g Butter 
2 Eigelb
100 g Zucker
2 EL Wasser (nach Konsistenz)
1 Prise Salz

Füllung:
8 große frische Aprikosen
2 EL Rosmarin (frisch, gewaschen und fein gehackt)
50 ml Schlagsahne
200 g griech. Joghurt
60 g Zucker
2 Eier

Zubereitung:

Die Form fetten. Die Teigzutaten zusammen kneten und mit ein wenig Mehl ausrollen. Dies dann in die Backform geben und mit einer Gabel mehrfach in den Teig stechen. Den Boden für ca. 20 Minuten bei 160 Grad Umluft oder 180 Grad Ober-/Unterhitze vorbacken.

Die Sahne mit dem Rosmarin aufkochen und 5 Minuten ohne weitere Hitzezufuhr ziehen lassen (intensiviert den Geschmack). Anschließend die Sahne durch ein Sieb passieren und mit dem Joghurt, Zucker und den Eiern mischen. Die Aprikosen in Streifen schneiden. Die Rosmarin-Creme auf den Tarteboden gießen, die Aprikosen darauf verteilen und die Garte bei 160 Grad Umluft oder 180 Grad Ober-/Unterhitze auf mittlerer Schiene für 45 Minuten fertig backen. Bevor die Tarte verzehrt werden kann, sollte sie noch ca. 1 Stunde in der Form ruhen.



Zum ersten Mal habe ich auch Süßes Sushi hergestellt. Was das angeht, war es wirklich eine kleine Herausforderung, denn mein genutzter Milchreis wollte nicht recht kleben. Die Herstellung von Inside Out Rollen (innen Füllung, außen Reis) gestaltete sich daher etwas schwierig - der Reis wurde ja nicht von einem Noriblatt oder Ähnlichem gehalten.

Hergestellt habe ich zweierlei Sorten und zwar: 

Sushi mit Banane und Frischkäse gefüllt, getoppt mit Schoko-Vanille-Soße und Schokostreuseln 
sowie 
Mango-Kokos-Sushi mit Vanillesoße 

Schlussendlich waren die beiden trotz der widerspenstigen Herstellung sehr lecker!


Zweierlei Süßes Sushi

Zutaten:

ca. 200 g Milchreis
1/2 Banane 
1/2 Mango
100 g Frischkäse
Schokosoße
Vanillesoße
Schokostreusel
Kokosflocken

Zubereitung:

Milchreis in doppelter Menge Wasser kochen, bis er gar ist.

Für die Bananen-Sushis die Banane längs vierteln. Den Reis auf der Ausrollmatte breit machen, darauf einen Streifen Frischkäse streichen, mit Streuseln versehen und die Bananenstreifen längs darüber legen. Nun alles zu einer Suchirolle rollen. Schoko- und Vanillesoße über die geschnittenen Rollen gießen und Schokostreusel darüber streuen.

Für die Mango-Sushis ebenfalls den Reis auf der Ausrollmatte verteilen. Darauf Frischkäse verteilen und in Streifen geschnittene Mango längs darauf legen. Alles zu einer Rolle rollen und in Sushis schneiden. Vanillesoße darüber geben und mit Kokosflocken verzieren.

Für alle, die sich noch nicht mit der Herstellung von Sushi und insbesondere mit dieser speziellen Form beschäftigt haben, gibt es hier ein tolles Video dazu. Ihr solltet nur darauf achten, nehmt für süßes Sushi keine Nori(=Algen)bätter!



Zu guter Letzt möchte ich euch auch das Rezept für die Cupcakes des Abends nicht vorenthalten.


Erdbeer-Kokos-Cupcakes (12 Stück)

Zutaten:

80 g weiche Butter
200 g Zucker
2 Päckchen Vanillezucker
Mark einer Vanilleschote
240 g Mehl
1 EL Backpulver
1 Prise Salz
2 Eier 
240 ml Milch
Erdbeermarmelade

Zubereitung Teig:

Zuerst das Muffinblech mit Papierförmchen auslegen und den Backofen auf 190 Grad Ober-/Unterhitze oder 170 Grad Umluft vorheizen. Nun die Butter mit Zucker, Vanillezucker, Mehl, Backpulver und Salz mit dem Handrührgerät verrühren, bis sich ein sandiger Teig ergibt. Anschließend die Eier mit der Milch verquirlen und in drei Schritten unter die sandige Teigmasse rühren. Die Vanilleschote mittig aufschlitzen, das Mark herauskratzen und unter die Teigmasse rühren. Alles nur kurz mit dem Handrührgerät zu einem glatten Teig verrühren. Den Teig auf die Papierförmchen verteilen. Achtet dabei darauf, dass jedes Förmchen nur zu 2/3 gefüllt ist. Die Cupcakes auf mittlerer Höhe für ca. 15 - 18 Minuten backen. Wenn der Teig beim leichten Daraufdrücken zurückfedert, könnt ihr das Blech herausnehmen. Wer nicht mit den Fingern testen will, macht einfach die Stäbchenprobe. Hierfür einen Holzstab in den Teig stechen. Wenn beim Herausziehen kein Teig mehr daran klebt, sind die Cupcakes fertig. Diese aus dem Ofen nehmen und auf einem Gitter auskühlen lassen. Mit einem Messer oder Kreisausstecher in der Mitte der Cupcakes einen Kreis ausschneiden/ausstechen, ein wenig Marmelade einfüllen und den oberen Teigdeckel wieder aufsetzen. Anschließend das Frosting zubereiten.

Zutaten Frosting:
ca. 100 g weiche Butter
80 g Frischkäse
100 g Mascarpone
250 g Puderzucker
rote Pastenfarbe (z. B. Extra Red von Sugarflair)
24 Raffaelo

Zubereitung Frosting:
Alle Zutaten sollten Zimmertemperatur haben. Die Butter und den Puderzucker schaumig weiß schlagen. Anschließend Frischkäse, Mascarpone, 12 klein gehackte Raffael und Pastenfarbe unterheben. Das Frosting mit einer sehr großen Sterntülle auf die Cupcakes spritzen und die restlichen 12 Raffaelo darauf setzen.


Soooo... das war jetzt ganz schön viel und soll es für heute gewesen sein. Mir glühen jetzt echt die Finger und euch wahrscheinlich der Kopf :) Daher euch nun erst einmal eine richtig tolle Woche und bis ganz bald!

Eure Jessi!

Donnerstag, 30. Oktober 2014

Ein privates Zucker-Rosen-Seminar mit wunderschönen Ergebnissen

Bereits einige Zeit ist vergangen, seitdem ich ein sehr nettes Privat-Seminar mit dem Thema Zuckerblumen leiten durfte. Im Hauptaugenmerk standen Zuckerrosen und Wicken mit dem dazugehörigen Blattwerk.


Vier wissensdurstige Frauen wollten alles rund um das Thema Zuckerblumen und deren Herstellung wissen. Vorkenntnisse mit den süßen Zuckermassen waren bei den Teilnehmerinnen, welche alle vier Bäckerinnen oder Konditorinnen waren, zur Genüge vorhanden und so konnten wir gleich mit dem Herstellen der Blätter beginnen.


Trotz der vorhandenen Vorkenntnisse gab es natürlich viel zu erklären, lernen und natürlich auch Probieren. 

Zur Herstellung meiner Zuckerrosen nutze ich immer Drähte, um die Blumen lebendiger aussehen zu lassen. Gerade diese Technik bedarf einiger Erklärung und auch Übung. Alle vier Teilnehmerinnen arbeiteten jedoch sehr fleißig und konzentriert mit, sodass schon am Anfang tolle Ergebnisse sichtbar waren.


Für ein solches Seminar sind zwei Seminar-Tage erforderlich, bedingt durch hohen Arbeitsaufwand und Trocknungszeiten der Zuckermassen.

Ergebnisse des ersten Seminartages
Am ersten Tag stellten wir also alle (Blüten-)Blätter her, damit wir uns am zweiten Tag voll auf die naturgetreue Farbgebung und das Binden des Gestecks konzentrieren konnten.


Für das Zusammenbinden der Zuckerblumen sowie des gesamten Gebindes ist eine ruhige Hand erforderlich, damit die sehr filigranen Teile der Blumen und Blätter nicht zerbrechen. Dies ist allen sehr gut gelungen - wir hatten keinen einzigen Verlust.

Besonders schön in diesem Seminar-Stadium ist, dass hier schon die ersten Ergebnisse zu sehen sind und man als Teilnehmer registriert, was man unter fachlicher Anleitung in der Lage ist, Schönes zu erschaffen. 

Natürlich ist es auch für mich als Seminarleiterin toll, so wunderschöne Ergebnisse mit zu erleben.


Und nach zwei langen Seminartagen war es dann endlich geschafft: Vier wunderbare Zuckerblumen-Gebinde waren entstanden. 

Wunderschöne Ergebnisse von sehr talentierten Teilnehmerinnen
Dieses Seminar hat mir richtig Spaß gemacht. Wie ihr wisst, hantiere ich gern mit Zucker-Blumen. Diese Begeisterung nun auch an Seminarteilnehmer weitergeben zu dürfen, hat mir unheimlich viel Freude bereitet. Wenn man dann auch noch dabei ist, wie sich jeder Einzelne über sein Werk freut, dann ist das der größte Lohn. An dieser Stelle auch noch einmal herzlichen Dank an meine so tollen vier Teilnehmerinnen meines ersten Zuckerblumenseminars.

Wenn auch ihr Lust habt, an einem Seminar für Zuckerblumen teilzunehmen, habe ich gute Neuigkeiten. Im Jahr 2015 wird es zwei unterschiedliche Gruppenseminare für Zuckerblumen geben. 
Für mehr Informationen klickt HIER.

Habt eine tolle Restwoche und bis bald.

Eure Jessi!

Montag, 27. Oktober 2014

Das nächste Einsteigerseminar Törtchenstyling

Anfang September war es endlich wieder so weit. Sechs liebe Teilnehmer reisten an, um die Kunst am Törtchen zu lernen.


Wir hatten richtig sonniges Wetter - ein richtig toller Start. Nach und nach füllte sich der Seminarraum und schon konnte nach einer theoretischen Einführung los gewerkelt werden.


Zuerst ging es an die Grundform: Wie bekommt man den Untergrund glatt? Wie erschafft man schöne scharfe Kanten? Und wie setze ich meine bearbeitete Torte nun ohne Schaden auf das Cake Board? Diese Grundaufgaben haben wieder alle Teilnehmerinnen super gemeistert und den besten Grundstein für die weitere Arbeit gelegt.

Bevor es ans Weiterverarbeiten ging, mussten die Törtchen in die Kühlung und es konnte ein wenig geschnattert und gestöbert werden. Eine Teilnehmerin hatte sogar Sekt mit ... Wie ihr seht: Uns ging es richtig gut :)



Nach dem Kühlen ging es ans Eindecken und dann natürlich ans Dekorieren. Dieser Teil bringt natürlich den meisten Spaß, denn dann beginnt man Ergebnisse zu sehen.




Nach sechs Stunden Törtchenstyling sind wieder wunderschöne Werke entstanden. Ich bin mal wieder super stolz auf euch, Mädels!


Ich habe wieder sehr liebe Teilnehmerinnen kennen lernen dürfen und war begeistert, welch wunderschöne Torten entstanden sind. Vielen Dank für diesen tollen Tag und ich hoffe, vielleicht von dem ein oder anderen noch viele schöne Werke sehen zu können. Ich hatte einen wirklich tollen und lustigen Tag mit euch und bin froh, dass wir uns kennen gelernt haben - es war toll mit euch!

Wunderschöne Torten meiner lieben Teilnehmerinnen! 
Und wenn auch ihr gern lernen möchtet, wie man solch tolle Törtchen zaubert, dann schaut doch einfach mal unter meiner Rubrik Seminare nach. Einen weiteren Bericht über ein Einsteigerseminar findet ihr hier.

Euch wünsche ich nun erst einmal eine richtig tolle Woche und freue mich, wenn wir uns bald wieder lesen.

Eure Jessi!


Dienstag, 14. Oktober 2014

6. Tortenshow Hamburg und ein Crash Widerwillen

Huhu, da bin ich endlich wieder. Mitgebracht habe ich euch viele, viele Bilder von der diesjährigen Tortenshow in Hamburg.

Sicher seid ihr auch ein klitzekleines Bisschen auf mein diesjähriges Schaustück gespannt. Auch diese Bilder habe ich euch natürlich mitgebracht. Dieses Jahr hatte ich mich für die Kategorie Cupcakes angemeldet. Wahnsinn - diese kleinen Dinger haben mir wirklich jede Menge Arbeit beschert. Man glaubt es echt nicht. 

Leider verlief die Tortenshow jedoch nicht so für mich, wie ich es mir erhofft und es geplant hatte. Hier nun aber erst einmal die ersten Bilder meiner Steampunk-Eulen:



Ausgestellt werden mussten 12 Cupcakes mit je 3 verschiedenen Dekorationsvarianten in vier Geschmacksrichtungen der Cupcakes. Des Weiteren waren vier Kostproben mit Deko für die Jury anzufertigen - je eine Dekovariante und eine Geschmacksrichtung.

Die Eulen sind aus schwarzem Modellierfondant hergestellt. Jedes Zahnrad, jede Schraube etc. ist per Hand hergestellt, ohne spezifische Ausstecher. Genutzt habe ich lediglich Kreisausstecher, Skalpell und Spritztüllen.

Handbemalt habe ich mit glänzenden Puderfarben und Metallic-Farben von Rainbow-Dust.

Als innere Stütze dienten Spaghetti.


Die Ständer hat mir Herr S. extra zum Thema Steampunk angefertigt. Ein ganz lieber Dank geht auch an unseren Freund David, der mir extra einen alten LKW-Kolben für meinen Cupcake-Ständer besorgt hat. Danke Männers - der Look hat prima zu meinen Eulen gepasst. 

Gebacken habe ich folgende Cupcakes:

- Vanille-Zitronen-Cupcakes (Rezept wurde mit einer Vanilleschote aufgehübscht) und Lemoncurd-Füllung

- Toffifee-Schoko-Cupcakes mit Schoko-Karamellkern

- Apfel-Zimt-Cupcakes mit einer Apfel-Zimt-Mascarpone-Füllung


Die Creme ist ein Schoko-Fluff-Frosting - leicht mit schwarzer Pastenfarbe eingefärbt.

Die Geschmacksrichtungen kamen prima bei der Jury an, wie ich im Feedbackgespräch erfahren habe. 

Aber gerade das Frosting machte mir erhebliche Probleme, denn der Ausstellungs-Raum war sehr warm und dies dankten mir meine Cupcakes mit einem wirklich fatalen Crash ....


Waaah ... und das auch noch, bevor die Jury ihre Bewertung abgegeben hatte. Ein echter Schock und dazu nicht mehr schön anzusehen. Dieser Crash bedingt durch zu weich gewordene Creme kostete mich sehr viele Bewertungs-Punkte und noch mehr Nerven. Tja, so schnell kann es gehen und wochenlange Arbeit liegt in Trümmern vor einem.

Schlussendlich hat es dann für eine Silbermedaille gereicht, über die ich mich einerseits freue und andererseits ein wenig traurig bin, dass mir so eine banale Sache einen Strich durch eine höhere Bewertung gemacht hat.

Aber okay, das ist Jammern auf hohem Niveau. Ich habe eine Medaille und freu mich natürlich darüber!


Natürlich habe nicht nur ich ausgestellt, sondern auch an die 100 andere Werke waren zu bestaunen. Einen kleinen Überblick erhaltet ihr jetzt. Los geht´s:

Dieses tolle französische Haus oben rechts ist von der lieben Sarah von 100 Minuten bei 160 Grad. Es war so voller toller Details - die Rollos, Fenster und Gitter an den Fenstern sind zum Beispiel aus Oblatenpapier. Eine wunderbare Arbeit - wie gewohnt super umgesetzt und mal wieder eine meiner Favoritentorten!




Neben Schaustücken gab es natürlich auch wieder einige Händler - dieses Jahr jedoch bedeutend weniger als letztes Jahr. Auch Zuschauer waren dieses Jahr nicht ganz so viele anwesend.

Außerdem konnten wieder Vorträge und Demonstrationen besucht werden.

unten: Silvia Zenz von SugarheArt in Lübeck bei einem Workshop
Für mich war es wirklich ein nervenaufreibendes Wochenende und schlussendlich musste ich neben dem Totalschaden meiner Ausstellungsstücke auch noch einen weiteren Verlust hinnehmen. Mir wurde eine kleine blauäugige Eule gestohlen. Ja genau, ihr habt richtig gelesen - GEKLAUT, GEMOPST - einfach so. Das ist echt keine Art und ärgert mich dermaßen! Ich hoffe, derjenige hat keine Freude daran, denn so etwas macht man einfach nicht!

Ein paar Eulen habe ich an Interessierte abgegeben, die mich gefragt hatten. Das hätte auch dieser Dieb tun können, denn ich hätte sicher nicht nein gesagt. Aber so ... ich bin echt enttäuscht und auch wirklich sauer darüber!!!

Die übrig gebliebenen Eulen werden nun aber repariert und dürfen meinen Seminarteilnehmern den Tag mit ihrer Anwesenheit versüßen.


Getroffen habe ich wieder viele bekannte und neue Gesichter, hatte wirklich nette Gespräche und habe den Sonntag vor allem mit der lieben Sarah von 100 Minuten bei 160 Grad verbracht - Törtchen gucken, fachsimpeln, lachen ... ein echt toller Törtchentag mit einer sehr lieben und vor allem völlig authentischen lieben Bloggerkollegin und "Backschwester"! Liebe Sarah, es war mal wieder sehr toll mit dir!


Wie ihr seht, blicke ich zurück auf ein aufregendes und spannendes Wochenende - bin aber auch mit einigen schönen Einkäufen und einigen Erfahrungen mehr nach Hause gefahren.


Euch wünsche ich nun aber erst einmal eine schöne Woche und freue mich schon, wenn wir uns ganz bald wieder lesen.


Eure Jessi!

Dienstag, 9. September 2014

Toffifee-Kürbis-Brownies mit Pecanüssen

Vor kurzem bekam ich eine sehr liebe Anfrage, ob ich nicht Lust hätte, an der neuen Toffifee-Back-Aktion "Deutschland backt mit Toffifee" teilzunehmen. Ich und Toffifee ... ??? ... was glauben die denn ... natürlich! Was  für eine Frage :) :) :)! Mit Toffifee kann man nämlich nicht nur seinem schnellen Süßkramhunger entgegen wirken, sondern ganz toll backen. Vielleicht könnt ihr euch ja auch noch an meine Schoki-Toffifee-Cupcakes erinnern: klick!

Kurze Zeit, nachdem ich Toffifee gegenüber meine entgleisende Begeisterung geäußert hatte, kam auch schon ein kleines Päckchen mit einer Extraportion Toffifee und kleinen Backhelfern bei mir an. Damit konnte es flott los gehen. Für ein neues Rezept mit Toffifee als Zutat habe ich mich ein wenig in allerlei Zeitschriften, meinem Geschmack und vor allem den saisonalen Gegebenheiten inspirieren lassen - gelandet bin ich daher unter anderem beim Kürbis, den man nun schon vereinzelt auf dem Markt oder im eigenen Garten orange leuchten sieht.


Schon ewig hatte ich keine Brownies mehr gebacken, daher war ich mir von Anfang an sicher, dass ich ein tolles saisonales Brownie-Rezept kreieren möchte. Dann habe ich mir einfach überlegt, was toll zu Karamell, Schoki und Haselnüssen - also zu Toffifee - passen könnte. Herausgekommen ist dabei dieses tolle Rezept.


Tja und damit ihr euch auch daran versuchen könnt, gibt es jetzt gleich das Rezept für euch:

Toffifee-Kürbis-Brownies mit Pecanüssen

Zutaten Kürbiscreme:
250 g Hokkaidokürbis
4 EL brauner Zucker
1 Kardamonkapsel
2 TL Zimt
1/2 TL Muskatnuss (frisch gerieben)
1 Ei
100 g Doppelrahmfrischkäse

Zubereitung Kürbiscreme:
Den Kürbis gut abwaschen, davon 250 g Kürbisfleisch in kleine Stücke schneiden und mit 100 ml Wasser sowie den Gewürzen sowie dem Zucker in einen Topf geben. Alles zugedeckt ca. 10 Minuten kochen, dann die Kardamonkapsel herausnehmen und weiter kochen, bis der Kürbis weich ist. Anschließend mit einer Gabel fein zerdrücken und die Masse etwas abkühlen lassen, das dauert ca. 15 Minuten. Dann das Ei unterschlagen und den Frischkäse unterziehen.

Zutaten Teig:
200 g + 100 g Zartbitterschokolade
120 g brauner Zucker
200 g weiche Butter
3 Eier
100 g Mehl
1 TL Backpulver
1 gute Prise Salz
30 Toffifee (2 Packungen)
ca. 50 - 80 g Pecanüsse

Zubereitung Brownies:
Backblech mit Backpapier belegen und den Ofen auf 180 Grad Ober-/Unterhitze oder 160 Grad Umluft vorheizen. Die Schokolade hacken und 200 g davon über dem Wasserbad schmelzen. Diese dann kurz beiseite stellen. Die Butter sehr cremig mit dem Zucker aufschlagen und die Eier einzeln unterschlagen. Jedes Ei gründlich unterrühren, erst danach das nächste hinzugeben. Nun die Schokolade hinaufließen lassen und Mehl, Backpulver und Salz kurz aber gut unterrühren. Anschließend die Toffifee grob hacken und 2/3 davon mit der bereits zerhackten Schokolade (die übrigen 100 g) unter den Teig heben. Die Teigmasse auf das Backblech geben und darauf die Kürbismasse in Klecksen darauf geben. Die Kürbismasse mit einer Gabel leicht in achtförmigen Bewegungen unter die Teigmasse ziehen (wie bei einem Marmorkuchen). Nun die Pecanüsse auf der Browniemasse verteilen und für ca. 20 Minuten auf mittlerer Schiene backen. Dann kurz herausnehmen, die restlichen Toffifee auf dem Kuchen verteilen, abschließend noch 10 Minuten fertig backen und herausnehmen sowie abkühlen lassen.


Brownies sind ein ganz besonderes Gebäck. Sie passen aus meiner Sicht nicht unbedingt in den Sommer, dafür aber umso mehr in den Herbst oder Winter. Darum liegt es auch so nahe, sie mit saisonalen Zutaten wie Nüssen oder wie in meinem Fall sogar mit Kürbis zu kombinieren. Natürlich sind sie durch den hohen Schoko-Anteil recht mächtig, dafür aber wirklich geschmacksintensiv.


Damit der schon bestehende Schokoladengeschmack noch einen extra Kick bekommt, habe ich dann das Toffifee eingesetzt. Ich finde, Karamell, Schoki und Nuss ergänzen sich super mit dem schlotzigen Brownieteig und dem fruchtigen Geschmack des Kürbisses.

Deshalb hüpft auch mein kleines Rezept in den nächsten Tagen in den Lostopf vom Toffifee-Gewinnspiel. Jede Woche gibt es einen tollen Gewinn und das bis November. Also, wenn auch ihr Lust auf Backen mit dieser vielseitigen Zutat Toffifee habt, legt los - es lohnt sich! Alle Infos zum Gewinnspiel könnt ihr hier noch einmal nachlesen.

Für das Gewinnspiel wird auch ein Foto von der Bäckerin benötigt ...
Euch wünsche ich nun erst einmal viel Spaß beim Nachbacken und eine tolle Woche.


Sonntag, 24. August 2014

Ein echtes Brombeer-Streusel-Träumchen

Schon seit einiger Zeit verwöhnt uns der Sommer mit vielem leckeren Obst und frischen Früchten und Beeren. Der August aber ist wohl der Kaiser der Erntesaison - pompös wird in diesem Monat so richtig aufgefahren. Beeren, Obst, Gemüse ... alles kann in Hülle und Fülle geerntet und verarbeitet werden. Und wo wir schon mal bei Hülle und Fülle sind: Unser Brombeerstrauch im Garten platzt aus allen Nähten. Da musste natürlich Abhilfe geschaffen werden :)


Und mit aus allen Nähten meine ich nicht mal 200 g am Tag, sondern da kommen schon mal 1000 g zusammen, wenn man am Tag pflückt. So und weil ich nicht alles in Marmelade verwandeln wollte, habe ich mich für einen tollen Brombeer-Streuselkuchen entschieden. Inspirieren lassen habe ich mich von einem ganz tollen Buch: Die besten Streuselkuchen von Oda Tietze. Meist ändere ich die Rezepte aber immer ab, da diese grundsätzlich zu viel Zucker enthalten und oft auch Rezepte nicht voll und ganz nach meinen Vorstellung sind. Aber inspirieren lassen kann man sich ja ... So auch bei einem Rezept aus diesem Buch und heraus gekommen ist mein persönlicher neuer Lieblingsbrombeerkuchen. Warum? Weil er nicht zu trocken ist, schön fruchtig und frisch und dabei super schnell gezaubert.


Saftiger Brombeer-Streusel-Kuchen

Zutaten Teig:
200 g Quark (am besten durchs Küchentuch gestrichen)
1/8 l Milch
1/8 l Öl
1 Ei
1 Eigelb
170 g Zucker
1 EL unbehandelten Zitronenschalenabrieb
450 g Mehl 
1 Prise Salz
1 Pck Backpulver

Zubereitung Teig:
Den Quark mit Milch, Ei, Eigelb, Öl, Zucker, Zitronenschale und Salz zügig verrühren. Anschließend das mit dem Backpulver vermengte Mehl hinzusieben und mit dem Knethaken des Handrührgerätes zu einem glatten Teig verkneten. 


Zutaten Belag:
600 g Schmand
3 Pck Vanillezucker
3 TL unbehandelten Orangenschalenabrieb
100 g gehackte Mandeln
mind. 850 g frische Brombeeren

Zutaten Streusel:
225 g kalte Butter
250 g Mehl
50 g gemahlene Mandeln
150 g Zucker

Und:
200 g schwarzes Johannisbeergelee


Zubereitung Kuchen:
Für die Schmandcreme den Schmand mit dem Vanillezucker und dem Orangenschalenabrieb verrühren und kurz beiseite stellen. Für die Streusel die kalte Butter mit Zucker, Mehl und Mandeln in eine Schüssel geben und mit den Händen gut durchkneten.

Den Ofen nun schon einmal auf 200 Grad Ober-/Unterhitze (mittlere Schiene) oder 180 Grad Umluft einstellen. Ein Blech mit Butter fetten oder mit Backpapier auslegen (besser einfetten, so lässt sich der Kuchen besser darauf bringen).

Den vorbereiteten Teig nun auf das vorbereitete Blech geben und schön verteilen. Darauf die Schmandcreme streichen und mit den gehackten Mandeln bestreuen. Darauf werden die Brombeeren verteilt. Abschließend auf die Brombeeren die Streuseln verteilen, indem ihr den Streuselteig über die Beeren krümelt. 

Jetzt kann der Kuchen in den vorgeizten Ofen und braucht ca. 25 - 30 Minuten, bis er wieder herausgeholt werden kann. Während des Backens das Johannisbeergelee in einem Topf erwärmen, sodass das Gelee flüssig wird.

Fertig ist der Kuchen, wenn die Streusel schön goldgelb schimmern. Gleich nach dem Herausnehmen aus dem Ofen das Gelee mit einem Löffel über den Kuchen sprenkeln. Nach dem Abkühlen könnt ihr schon die ersten Stücke verspeisen, denn bei dem Duft kann man ganz schlecht länger warten.


Dieser Kuchen ist wirklich eine tolle Kombination aus frischer Creme, süß-säuerlichen Brombeeren und leckeren Streuseln, welche die Säure locker ausgleichen. Auch der Quark-Öl-Teig ist nicht trocken, sondern nimmt zu seiner sowieso schon saftigen Konsistenz gern noch etwas von der Schmandcreme auf, sodass dieser Streuselkuchen nicht das "Ist immer viel zu trocken-Klischee" bedienen muss.


Bei uns ist schon klar, dass dieser Kuchen am nächsten Wochenende wieder auf dem Tisch steht.  Dieses Wochenende war er schon innerhalb kürzester Zeit aufgefuttert ... tja und Brombeeren hängen noch genügend in der Warteschleife. Vielleicht habt ihr ja auch gaaanz viele Brombeeren und Lust auf einen supersaftigen Streuselkuchen, der dazu noch auf der Kaffeetafel richtig was her macht? Na dann ... viel Spaß beim Nachbacken!


Lasst es euch gut gehen und habt eine tolle Woche!

Eure Jessi!

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