Dienstag, 9. September 2014

Toffifee-Kürbis-Brownies mit Pecanüssen

Vor kurzem bekam ich eine sehr liebe Anfrage, ob ich nicht Lust hätte, an der neuen Toffifee-Back-Aktion "Deutschland backt mit Toffifee" teilzunehmen. Ich und Toffifee ... ??? ... was glauben die denn ... natürlich! Was  für eine Frage :) :) :)! Mit Toffifee kann man nämlich nicht nur seinem schnellen Süßkramhunger entgegen wirken, sondern ganz toll backen. Vielleicht könnt ihr euch ja auch noch an meine Schoki-Toffifee-Cupcakes erinnern: klick!

Kurze Zeit, nachdem ich Toffifee gegenüber meine entgleisende Begeisterung geäußert hatte, kam auch schon ein kleines Päckchen mit einer Extraportion Toffifee und kleinen Backhelfern bei mir an. Damit konnte es flott los gehen. Für ein neues Rezept mit Toffifee als Zutat habe ich mich ein wenig in allerlei Zeitschriften, meinem Geschmack und vor allem den saisonalen Gegebenheiten inspirieren lassen - gelandet bin ich daher unter anderem beim Kürbis, den man nun schon vereinzelt auf dem Markt oder im eigenen Garten orange leuchten sieht.


Schon ewig hatte ich keine Brownies mehr gebacken, daher war ich mir von Anfang an sicher, dass ich ein tolles saisonales Brownie-Rezept kreieren möchte. Dann habe ich mir einfach überlegt, was toll zu Karamell, Schoki und Haselnüssen - also zu Toffifee - passen könnte. Herausgekommen ist dabei dieses tolle Rezept.


Tja und damit ihr euch auch daran versuchen könnt, gibt es jetzt gleich das Rezept für euch:

Toffifee-Kürbis-Brownies mit Pecanüssen

Zutaten Kürbiscreme:
250 g Hokkaidokürbis
4 EL brauner Zucker
1 Kardamonkapsel
2 TL Zimt
1/2 TL Muskatnuss (frisch gerieben)
1 Ei
100 g Doppelrahmfrischkäse

Zubereitung Kürbiscreme:
Den Kürbis gut abwaschen, davon 250 g Kürbisfleisch in kleine Stücke schneiden und mit 100 ml Wasser sowie den Gewürzen sowie dem Zucker in einen Topf geben. Alles zugedeckt ca. 10 Minuten kochen, dann die Kardamonkapsel herausnehmen und weiter kochen, bis der Kürbis weich ist. Anschließend mit einer Gabel fein zerdrücken und die Masse etwas abkühlen lassen, das dauert ca. 15 Minuten. Dann das Ei unterschlagen und den Frischkäse unterziehen.

Zutaten Teig:
200 g + 100 g Zartbitterschokolade
120 g brauner Zucker
200 g weiche Butter
3 Eier
100 g Mehl
1 TL Backpulver
1 gute Prise Salz
30 Toffifee (2 Packungen)
ca. 50 - 80 g Pecanüsse

Zubereitung Brownies:
Backblech mit Backpapier belegen und den Ofen auf 180 Grad Ober-/Unterhitze oder 160 Grad Umluft vorheizen. Die Schokolade hacken und 200 g davon über dem Wasserbad schmelzen. Diese dann kurz beiseite stellen. Die Butter sehr cremig mit dem Zucker aufschlagen und die Eier einzeln unterschlagen. Jedes Ei gründlich unterrühren, erst danach das nächste hinzugeben. Nun die Schokolade hinaufließen lassen und Mehl, Backpulver und Salz kurz aber gut unterrühren. Anschließend die Toffifee grob hacken und 2/3 davon mit der bereits zerhackten Schokolade (die übrigen 100 g) unter den Teig heben. Die Teigmasse auf das Backblech geben und darauf die Kürbismasse in Klecksen darauf geben. Die Kürbismasse mit einer Gabel leicht in achtförmigen Bewegungen unter die Teigmasse ziehen (wie bei einem Marmorkuchen). Nun die Pecanüsse auf der Browniemasse verteilen und für ca. 20 Minuten auf mittlerer Schiene backen. Dann kurz herausnehmen, die restlichen Toffifee auf dem Kuchen verteilen, abschließend noch 10 Minuten fertig backen und herausnehmen sowie abkühlen lassen.


Brownies sind ein ganz besonderes Gebäck. Sie passen aus meiner Sicht nicht unbedingt in den Sommer, dafür aber umso mehr in den Herbst oder Winter. Darum liegt es auch so nahe, sie mit saisonalen Zutaten wie Nüssen oder wie in meinem Fall sogar mit Kürbis zu kombinieren. Natürlich sind sie durch den hohen Schoko-Anteil recht mächtig, dafür aber wirklich geschmacksintensiv.


Damit der schon bestehende Schokoladengeschmack noch einen extra Kick bekommt, habe ich dann das Toffifee eingesetzt. Ich finde, Karamell, Schoki und Nuss ergänzen sich super mit dem schlotzigen Brownieteig und dem fruchtigen Geschmack des Kürbisses.

Deshalb hüpft auch mein kleines Rezept in den nächsten Tagen in den Lostopf vom Toffifee-Gewinnspiel. Jede Woche gibt es einen tollen Gewinn und das bis November. Also, wenn auch ihr Lust auf Backen mit dieser vielseitigen Zutat Toffifee habt, legt los - es lohnt sich! Alle Infos zum Gewinnspiel könnt ihr hier noch einmal nachlesen.

Für das Gewinnspiel wird auch ein Foto von der Bäckerin benötigt ...
Euch wünsche ich nun erst einmal viel Spaß beim Nachbacken und eine tolle Woche.


Sonntag, 24. August 2014

Ein echtes Brombeer-Streusel-Träumchen

Schon seit einiger Zeit verwöhnt uns der Sommer mit vielem leckeren Obst und frischen Früchten und Beeren. Der August aber ist wohl der Kaiser der Erntesaison - pompös wird in diesem Monat so richtig aufgefahren. Beeren, Obst, Gemüse ... alles kann in Hülle und Fülle geerntet und verarbeitet werden. Und wo wir schon mal bei Hülle und Fülle sind: Unser Brombeerstrauch im Garten platzt aus allen Nähten. Da musste natürlich Abhilfe geschaffen werden :)


Und mit aus allen Nähten meine ich nicht mal 200 g am Tag, sondern da kommen schon mal 1000 g zusammen, wenn man am Tag pflückt. So und weil ich nicht alles in Marmelade verwandeln wollte, habe ich mich für einen tollen Brombeer-Streuselkuchen entschieden. Inspirieren lassen habe ich mich von einem ganz tollen Buch: Die besten Streuselkuchen von Oda Tietze. Meist ändere ich die Rezepte aber immer ab, da diese grundsätzlich zu viel Zucker enthalten und oft auch Rezepte nicht voll und ganz nach meinen Vorstellung sind. Aber inspirieren lassen kann man sich ja ... So auch bei einem Rezept aus diesem Buch und heraus gekommen ist mein persönlicher neuer Lieblingsbrombeerkuchen. Warum? Weil er nicht zu trocken ist, schön fruchtig und frisch und dabei super schnell gezaubert.


Saftiger Brombeer-Streusel-Kuchen

Zutaten Teig:
200 g Quark (am besten durchs Küchentuch gestrichen)
1/8 l Milch
1/8 l Öl
1 Ei
1 Eigelb
170 g Zucker
1 EL unbehandelten Zitronenschalenabrieb
450 g Mehl 
1 Prise Salz
1 Pck Backpulver

Zubereitung Teig:
Den Quark mit Milch, Ei, Eigelb, Öl, Zucker, Zitronenschale und Salz zügig verrühren. Anschließend das mit dem Backpulver vermengte Mehl hinzusieben und mit dem Knethaken des Handrührgerätes zu einem glatten Teig verkneten. 


Zutaten Belag:
600 g Schmand
3 Pck Vanillezucker
3 TL unbehandelten Orangenschalenabrieb
100 g gehackte Mandeln
mind. 850 g frische Brombeeren

Zutaten Streusel:
225 g kalte Butter
250 g Mehl
50 g gemahlene Mandeln
150 g Zucker

Und:
200 g schwarzes Johannisbeergelee


Zubereitung Kuchen:
Für die Schmandcreme den Schmand mit dem Vanillezucker und dem Orangenschalenabrieb verrühren und kurz beiseite stellen. Für die Streusel die kalte Butter mit Zucker, Mehl und Mandeln in eine Schüssel geben und mit den Händen gut durchkneten.

Den Ofen nun schon einmal auf 200 Grad Ober-/Unterhitze (mittlere Schiene) oder 180 Grad Umluft einstellen. Ein Blech mit Butter fetten oder mit Backpapier auslegen (besser einfetten, so lässt sich der Kuchen besser darauf bringen).

Den vorbereiteten Teig nun auf das vorbereitete Blech geben und schön verteilen. Darauf die Schmandcreme streichen und mit den gehackten Mandeln bestreuen. Darauf werden die Brombeeren verteilt. Abschließend auf die Brombeeren die Streuseln verteilen, indem ihr den Streuselteig über die Beeren krümelt. 

Jetzt kann der Kuchen in den vorgeizten Ofen und braucht ca. 25 - 30 Minuten, bis er wieder herausgeholt werden kann. Während des Backens das Johannisbeergelee in einem Topf erwärmen, sodass das Gelee flüssig wird.

Fertig ist der Kuchen, wenn die Streusel schön goldgelb schimmern. Gleich nach dem Herausnehmen aus dem Ofen das Gelee mit einem Löffel über den Kuchen sprenkeln. Nach dem Abkühlen könnt ihr schon die ersten Stücke verspeisen, denn bei dem Duft kann man ganz schlecht länger warten.


Dieser Kuchen ist wirklich eine tolle Kombination aus frischer Creme, süß-säuerlichen Brombeeren und leckeren Streuseln, welche die Säure locker ausgleichen. Auch der Quark-Öl-Teig ist nicht trocken, sondern nimmt zu seiner sowieso schon saftigen Konsistenz gern noch etwas von der Schmandcreme auf, sodass dieser Streuselkuchen nicht das "Ist immer viel zu trocken-Klischee" bedienen muss.


Bei uns ist schon klar, dass dieser Kuchen am nächsten Wochenende wieder auf dem Tisch steht.  Dieses Wochenende war er schon innerhalb kürzester Zeit aufgefuttert ... tja und Brombeeren hängen noch genügend in der Warteschleife. Vielleicht habt ihr ja auch gaaanz viele Brombeeren und Lust auf einen supersaftigen Streuselkuchen, der dazu noch auf der Kaffeetafel richtig was her macht? Na dann ... viel Spaß beim Nachbacken!


Lasst es euch gut gehen und habt eine tolle Woche!

Eure Jessi!

Mittwoch, 13. August 2014

MX-Törtchen zum nächsten 30-er

Hallo ihr Lieben, heute ist es mal wieder soweit. Taaadaaa .... hier kommt das nächste Törtchen zu einem 30. Geburtstag (wahrscheinlich stelle ich dieses Jahr noch einen Rekord auf ;) ). 

Tja und wie jedes Geburtstagstörtchen war auch dieses wieder speziell auf seinen Empfänger abgestimmt. 


Viele Freizeitwochenenden habe ich die letzten Jahre unter anderem auch auf Motocross-Strecken verbracht. Einerseits wg. dem echt spannenden Sport und andererseits weil ich dort so einige liebe Freunde habe. Mittlerweile sind die Rennwochenenden direkt vor Ort für mich zurückgegangen - die Freunde sind natürlich geblieben. Na ja und Freunde haben ja auch einmal im Jahr Geburtstag - einmal im Leben auch einen 30sten.



Das Geburtstagskind fährt selbst eine KTM und das Thema sowie die Farbe lag natürlich somit nahe. 

Ich wollte kein 3-D-Motorrad auf´s Törtchen basteln. Vielmehr entschied ich mich für eine Illustration auf Blütenpaste. Gezeichnet habe ich mit einem schwarzen Lebensmittelstift nach einer Vorlage aus dem Netz. Den Motocrossfahrer habe ich dann noch die Nr. 30 (wg. dem runden Geburtstag) verpasst und ca. eine Woche gut durchtrocknen lassen, damit dieser vorn an die Torte geheftet werden konnte.



Motocross ist ja nicht nur Motorrad fahren, sondern manchmal auch eine echte Schweinerei. Auch das wollte ich auf dem Törtchen nachstellen. Dafür eignen sich besonders gut Kuchenkrümel und Zartbitterganache  und man kann so schön rumsauen (das ist ja sonst die Todsünde für die saubere Verarbeitung von Torten).

Gefüllt war das Törtchen übrigens mit diesem Schokoladenkuchen und einer Zartbitterganache (200 g  Zartbitterschokolade, 200 ml Schlagsahne). Das Geburtstagskind ist ein echter Schokifan und daher fiel die Wahl der Füllung nicht schwer.


Euch wünsche ich nun erst einmal wieder eine wunderbare Woche und freue mich, euch bald wieder hier zu begrüßen.

Eure Jessi!

Dienstag, 5. August 2014

Eine Frühlingshochzeit von Freunden

Endlich ... endlich habe ich alle Fotos zusammen. Schon gaaanz lang juckte es mir in den Fingern, euch ein ganz besonderes Törtchen dieses Jahres zu zeigen. Kennt ihr das auch? Ihr habt etwas Tolles zu berichten, könnt es aber noch nicht ... sowas macht mich immer ganz nervös.

Aber jetzt hat es die längste Zeit gedauert und nun kann ich euch mein derzeitiges Lieblingstörtchen dieses Jahres zeigen: Das Hochzeitstörtchen für liebe Freunde, welche sich am 07.06.2014 das Ja-Wort gaben.



Ein Törtchen in frühlingshaftem Grün und Weiß mit Blumenarrangements aus Blütenpaste im Vintage-Stil hatte ich mit unseren Freunden besprochen und sie hatten sich für diese Variante entschieden. Auch wenn die Torte ein Geschenk war, so war es mir doch lieber, die Wünsche und Vorstellungen der Brautleute mit einfließen zu lassen - gerade für einen so besonderen Tag im Leben.


Anfang Juni dieses Jahres war das Wetter bombastisch ... ja, es war sogar richtig heiß. Wie ihr euch vielleicht schon denken könnt, war es für die Törtchenherstellung natürlich nicht das perfekte Wetter ... wenn es ums Törtchen geht, könnte es immer um die 15 Grad sein. Allerdings war es nicht schwül und in meiner Küche ließ es sich eigentlich ganz gut arbeiten. Die Woche vor der Hochzeit verbrachte ich da einige Zeit bis in die Abendstunden, um die einzelnen Etagen der Hochzeitstorte zu backen, füllen, glätten und einzudecken. Das dauert schon seine Zeit, insbesondere wenn man "nebenbei" noch einem Vollzeitjob nachgeht.



Doch nicht nur das Törtchen an sich verlangte einiges an Arbeit von mir, sondern auch die unzähligen Blumen, Knospen und Blätter aus Blütenpaste. Diese hatte ich bereits seit März immer mal wieder gefertigt. Die Zeit dafür war auch notwendig.

Viele, viele Blüten und die drei einzelnen Etagen im Kühlschrank - bereit zum Einsatz 

Transportiert habe ich die drei einzelnen Etagen am großen Tag einzeln zur Location. Zusammengebaut wurde dann direkt vor Ort in der Küche von unseren Freunden. So brauchte ich keine Angst haben, dass die Torte den Transport nicht übersteht. Allerdings benötigt das Zusammenbauen einer solch großen Torte auch noch einmal einiges an Zeit - genauso wie das Binden der einzelnen Blumengestecke und deren Arrangement auf der Torte. Das kostet einiges an Zeit, welche man nicht Gast sein kann. Das Werk aber war es für mich wert. 

Während ich so in der Küche werkelte besuchte mich dann auch mal Sebastian Buff (Hochzeitsfotograf) und knipste ein paar Bilder hinter den Kulissen.

Fotos von Sebastian Buff Photography
Während ich das Törtchen verschönerte und der Fotograf fotografierte, gab es auch einen sehr netten Small-Talk, was mich noch etwas mehr hinter die Kulissen von Hochzeiten eintauchen ließ.


Neben der Begleitung des Brautpaares durch den Hochzeitsfotografen hatte dieser für die Gäste auch eine FotoStation aufgebaut, welche sehr gut angenommen wurde.  Hier konnte man selbst den Auslöser betätigen und sich dazu noch ziemlich ... naja, nennen wir es mal lustig ... verkleiden :) Auch das Törtchen, Herr S und ich nutzten dieses für ein Erinnerungsfoto. Ich habe mich übrigens nicht verkleidet, sondern hatte kurz zuvor einen Tanzauftritt mit der Tanzgruppe, in der die Braut und ich vor Jahren gemeinsam tanzten ... nur für die, die sich wundern :)

Fotos von Sebastian Buff Photography
Fotos von Sebastian Buff Photography
Und als das Törtchen dann seinen Fototermin hinter sich hatte, ging es endlich an die große Präsentation vor dem Brautpaar und seinen Gästen.

Fotos von Sebastian Buff Photography

Anhand der erstaunten Gast-Gesichter  und den lieben Worten des Brautpaares konnte ich so einiges an Lob in mich aufsaugen ... nach sehr langer Arbeit und vielen langen Nächten ging das wirklich runter wie Butter ... äh Öl ;)

Auf dem oberen Bild seht ihr ihr einen Bilderrahmen, in dem die Füllungen aufgeführt waren. Es versteckten sich folgende Torten unter dem Fondant:

untere Etage: Schokokuchen mit Frischkäse und Lemoncurd
mittlere Etage: Ölkuchen mit Mango-Raffaelo-Füllung
obere Etage: Mandelbiskuit mit Erdbeer-Mascarpone-Füllung


Und weil das Törtchen ja extra zum Verspeisen gemacht wurde, gab es dann am späten Abend natürlich auch noch den Törtchenanschnitt durch das Brautpaar.

Fotos von Sebastian Buff Photography
Wie ihr an den Gesicherten der Brautleute seht, hat es Ihnen sichtlich geschmeckt ... das freut mich natürlich. Und auch die Gäste haben gut zugeschlagen. Das Törtchen fand so einige Abnehmer.

Und am Ende dieses warmen Juni-Tages machte ich mich mit einem schönen und glücklichen Gefühl auf den Weg nach Hause. Dieses bescherte mir natürlich diese wunderbare Hochzeit und dafür möchte ich an dieser Stelle noch einmal ein paar kurze Worte an das Brautpaar richten:

Liebe Jana, lieber Bernd,

habt noch einmal vielen lieben Dank für einen wunderbaren Tag mit schönen Momenten. Für eure gemeinsame Zukunft wünsche ich euch nur das Beste. 

Habt eine gemeinsame Zeit, so strahlend wie jener Frühlingstag!
Habt eine Zukunft, so klar wie ein wolkenloser Sommerhimmel!
Eine Liebe, so beständig wie die Tanne im Herbst!
Ein Leben mit Glücksmomenten, so zahlreich wie Schneeflocken im Winter!


Mit diesen Worten verabschiede ich mich für heute von euch und wünsche euch eine wunderschöne Zeit, bis wir uns bald zum nächsten Törtchen wieder lesen.

Eure Jessi!

PS: Vielen Dan auch an Sebastian Buff Photography für die zur Verfügungstellung einiger Fotos.

Sonntag, 27. Juli 2014

SilvioLATER

Mitte Juni waren wir bei einem langjährigen Freund zum runden Geburtstag eingeladen. Und NEIN: Es war dieses Mal kein 30-iger! Mal was Neues ;) ... dieses Mal ging es zum 40. Geburtstag. 

Das Geburtstagskind hatte sich natürlich etwas ganz Besonderes gewünscht: Ein Törtchen sollte es sein. Allerdings nicht irgendeins, sondern nach ganz speziellen Wünschen - welche mir so "nebenbei" von seiner Verlobten übermittelt wurden und das schon Anfang des Jahres. Aber umso besser, denn gut geplant ist die halbe Miete.


Wer sich in den Musikgefilden der 80er bis zur Neuzeit auskennt, wird anhand des Bildes ggf. sogar schon meine Vorgaben erraten. Allen anderen verrate ich es jetzt hier: Das Geburtstagskind ist ein echter Fan DER Elektroband "DEPECHE MODE" und wünschte sich seine Torte im Stil des Albums "VIOLATOR". Die Wahl kam sicherlich nicht von ungefähr, denn das 1990 veröffentlichte Album gehört wohl mit zu den erfolgreichsten Werken der Kultband, die bis zum heutigen Tage alte und neue Fans zu begeistern vermag.



Was war ich bei der Törtchenerstellung froh, dass ich ein Airbrushgerät besitze. Das komplett schwarze Album mit Fondant nachzustellen, ist ohne ein solches Gerät nicht ganz so einfach. Da sich ja schwarz und Fondant immer etwas anstellen, wenn man sie miteinander verkneten möchte, ist ein Airbrushgerät eine echte Erleichterung. Damit habe ich ein schönes sattes Schwarz gezaubert und konnte mit der roten Rose schöne Kontraste setzen.

Für die Rose habe ich mir im Internet das Bild angesehen und mit Ausstechern (u. a. Rosenblätter) und Skalpell den roten Fondant ausgestochen bzw. frei Hand ausgeschnitten. 


Direkt mit dem Bild vor Augen fällt es mir eigentlich leicht, Bilder nachzustellen. Die weißen Flecken habe ich mit weißer Lebensmittelfarbe und Pinsel ebenfalls nach dem Bild gezeichnet.

Natürlich stand dann auf dem Törtchen anstatt dem Album-Namen "Violator" der Name unseres Freundes auf dem Törtchen.

Gefüllt war es im Übrigen mit einer Erdbeer-Mango-Creme. Das Rezept dafür gibt es für euch dann in einem der nächsten Posts.


Silvio hat sich sehr über sein Törtchen gefreut und mich einige Tage später auch extra noch angerufen, um sich nochmals zu bedanken. 


Schon vor ein paar Jahren hatte er ein Törtchen zum Geburtstag von mir bekommen - auch damals habe ich viel Dank erhalten und mich sehr darüber gefreut. Wer noch einmal schauen möchte: Dieses Törtchen gab es damals.


Wir hatten eine tolle Feier, haben viel gelacht - ein toller Abend mit vielen lieben Menschen also. Ein Bild zu Dritt gab es auch noch (Silvio, Törtchen, ich - v. r.). Vielen lieben Dank an meine liebe Freundin Caro, die fleißig geknipst hat.

Euch wünsche ich nun auch eine tolle neue Woche und freue mich schon, wenn ich euch hier bald wieder begrüßen darf.

Eure Jessi!



Montag, 21. Juli 2014

Ein vintage-angehauchtes Törtchen zum 50. Geburtstag

Vor einiger Zeit war Herr S. aus seiner beruflichen Tätigkeit heraus bei mittlerweile sehr netten Bekannten zum 50. Geburtstag eingeladen. Mit auf den Weg dafür gab es ein kleines Törtchen.

Besonders zu runden Geburtstagen bietet sich dann natürlich ein Törtchen als Geschenk an - es ist doch immer etwas Besonderes.

20 cm Durchmesser, 13 cm hoch - gefüllt mit lecker durchzogener Sachertorte

Da das Törtchen für eine Frau war, habe ich mich für einen romantischen Stil entschieden. Gefeiert wurde Mitte Juni und so konnte ich mich noch in Frühlingsfarben austoben sowie die zu dieser Zeit schon so wunderbar blühenden Rosen verwenden.


Als kleinen Hingucker gab es als Deko außerdem einen nach außen geschwungenen Rand, welcher mit einer Brosche und Federn aus Fondant "zusammen gebunden" war.


Für diese Elemente habe ich mir wieder selbst Moulds (Silikonformen) hergestellt. Wie das funktioniert, habe ich euch hier ja schon erklärt. Genutzt habe ich dafür einige der Kettenanhänger meiner Mama. Man muss sich einfach nur mal genauer in seiner Umgebung umschauen und wird feststellen, dass es viele schöne Dinge gibt, die man in Moulds umwandeln kann. Die Federn wurden jedoch mit dem Skalpell noch etwas nachgearbeitet.


Das Geburtstagskind war richtig überrascht und hat sich sehr gefreut ... wie schön, dass Törtchen immer Spaß bringen.

Zuckerrosen mit Blattwerk aus Blütenpaste
etwas kamerascheu, aber dadurch nicht weniger fröhlich ;)
Euch wünsche ich nun erst einmal eine tolle Woche und freue mich, wenn wir uns bald wieder lesen.

Eure Jessi!

Montag, 7. Juli 2014

Topsy Turvy zur Hochzeit von Freunden

Ihr Lieben, da bin ich wieder. In den letzten Wochen habe ich viele, viele Törtchen gebacken, über die sich Familie und Freunde freuen durften. Und das haben sie auch. 

Heute möchte ich euch nun ein ganz besonderes Törtchen zeigen. Am vergangenen Wochenende waren wir zur Hochzeit von Freunden eingeladen. Ganz festlich wurde auf einer richtigen Märchenburg gefeiert. Neben stilechter Bewirtung, einem wunderschönen Brautpaar und tollem Wetter gab es natürlich auch eine Hochzeitstorte. Dafür habe ich gesorgt.

Die Brautleute hatten dafür schon lange vorher ganz bestimmte und genaue Vorstellungen. Grundsätzlich ist das eigentlich gut, auf der anderen Seite weiß man als Törtchenersteller immer nicht ganz genau, ob man die bereits im Kopf der Brautleute entstandenen Erwartungen auch wirklich erfüllen kann. Schließlich ist doch so ein Törtchen einer DER Höhepunkte auf jeder Hochzeit und natürlich ist es eine ganz besondere Ehre, wenn soviel Vertrauen in einen gesteckt wird.


Eine Topsy Turvy Torte sollte es werden - in rot mit hellen Rosen und Freesien. Hinter diesem Wunsch steckten so einige Herausforderungen. Die erste war die Tortenform. Eine Topsy Turvy Torte stand schon lang auf meinem Wunsch-Törtchen-Zettel. Bisher gab es einfach noch keinen geeigneten Anlass für eine solche große Torte. Nun war die Zeit gekommen und ich freute mich ebenso wie ich Respekt vor dieser statisch ausgeklügelten Torte hatte.


Die nächste Herausforderung waren die Freesien aus Blütenpaste. Nachdem ich mir aber so einige Bilder der Blumen angesehen und auch echte Freesien in Augenschein genommen hatte, fiel es mir dann doch nicht so schwer. Allerdings sind diese Blumen sehr empfindlich - schnell bricht bei den geöffneten Blüten ein Blatt ab. Es heißt also Vorsicht und ganz behutsam behandeln.

Ein Teil der Zuckerblumen transportbereit.
Neben so einigen Zuckerblumen und Blättern hatte ich auch wieder einiges an Ausstattung dabei. Die Torte wurde nämlich von mir in drei Teilen zur Feierlocation gebracht und dann erst vor Ort zusammen gebaut. Durch die konische Form jeder einzelnen Etage hatte ich zu viel Angst, dass die Torte den Transport in zusammen gesetzter Form nicht übersteht. Bei so viel Arbeit für das Törtchen war es mir das Risiko nicht wert. Sicher ist sicher ...

Ein Teil meiner Ausrüstung - zwar nicht alles benötigt, aber lieber alles dabei.

Jede Etage war mit einer Kapaplatte untermauert. Die untere und mittlere Etage habe ich vor dem Zusammenfallen mit je 4 Buchenholzstäben gestützt.

Damit alles gut hält, war die gesamte Torte noch mit einem langen Buchenholzstab durch alle drei Etagen gesichert. Gerade bei solch statisch schwierigen Törtchen sollte man so auf Nummer sicher gehen. So kann nichts verrutschen und alles kommt sicher auf den Tortentisch und bleibt auch in der Form, in der sie sein soll.


Gegen 22:45 Uhr war ich dann mit dem Aufbau fertig. Sobald ich ein Törtchen fertig gestellt habe, wird dieses natürlich erst einmal für das Blog (also für euch ;o) ) fotografiert, bevor es dann seinem eigentlichen Zweck nachgehen darf.

Heute dürft ihr mal ganz kurz backstage schauen ;o) ....

Herr S. ist ein super Lichtmann!
Sooo ... nachdem das Törtchen schon vor meiner Linse stand, ging es auf die ganz große Bühne - zur Hochzeitsgesellschaft, welche schon ganz gespannt wartete.

Warten auf´s Törtchen
Für den Törtchenauftritt gab es extra stimmungsvolles Licht, ein romantisches Liedchen und jede Menge Kinder mit tollen Wunderkerzen. Das nenne ich mal einen Auftritt!

Auftritt Törtchen - und schon vor lauter interessierter Hochzeitsgäste nicht mehr zu sehen.

Das ist doch mal was - ein Brautpaar, dass sich selbst fotografiert! Das fand ich so cool!
Das Törtchen fand sowohl bei dem begeisterten Brautpaar als auch bei den übrigen Gästen viele begeisterte Anhänger. Es wurde viel spekuliert, gestaunt und ich empfing so einige nette Worte. Besonders gefreut hat es mich natürlich, dass sich das Brautpaar so gefreut hat und ich nach dem Törtchenauftritt sofort eine warme Umarmung der Braut empfing. Wenn das mal nicht der schönste Lohn für so einige Stunden Arbeit war.

Törtchenanschnitt

Liebe Anika, lieber Denis,

auch an dieser Stelle möchte ich euch noch einmal alles Liebe für eure gemeinsame Zukunft wünschen. Mögt ihr eine zuckersüße Ehe haben, in denen saure Zeiten nur die Abwechslung vom Alltag sind. Bleibt so wie ihr seid und genießt es, nun noch mehr beieinander gerückt zu sein. Habt noch einmal vielen Dank für eure Herzlichkeit und eine wunderschöne Hochzeit, an die ich mich gern zurück erinnere!



Gefüllt war die Torte im Übrigen wie folgt:

Unten: Sachertorte
Mitte: Ölkuchen mit Rote-Grütze-Füllung
Oben: Mandelkuchen mit Aprikose-Marzipan


Rückblickend muss ich wirklich gestehen, dass mich diese Topsy Turvy manchmal echt herausgefordert hat. Die Masse und die besondere geschnitzte Form sind schon eine ganz besondere Herausforderung und ohne Disziplin in der Woche vor der Hochzeit hätte ich meinen straffen Zeitplan in keinem Fall geschafft. Für die Blumen habe ich bereits Wochen zuvor angefangen, da diese ebenfalls sehr zeitintensiv waren.

Trotzdem hat sich die ganze Mühe, der Stress und die Arbeit wirklich gelohnt. Das Törtchen war schön anzusehen und auch das Brautpaar hat sich sehr darüber gefreut. Somit kam auf der Heimfahrt dann auch ein wenig Stolz auf - auch wenn dieser sich schnell in Müdigkeit wandelte, denn die Tage zuvor gingen meist bis in die Nacht hinein.


Ich kann euch schon versprechen, dass ihr in der nächsten Zeit noch so einige tolle Törtchen zu sehen bekommt - wie gesagt, ich war echt fleißig. Bis dahin wünsche ich euch aber erst mal eine schöne Zeit und bis bald.

Eure Jessi!
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