Dienstag, 16. Juni 2015

Die erste Cake and Bake Messe in Dortmund und ein glückliches Ende

Am letzten Maiwochenende dieses Jahres fand die erste Cake and Bake Messe in Dortmund statt. Angekündigt wurde die Messe schon im letzten Jahr und bot ein vielversprechendes Event zu werden. Internationale Headliner der Tortenszene wie Carlos Lischetti, Peggy Porschen, Stevie Aule etc. wurden Monat für Monat nachgemeldet und auch die vielen nationalen und internationalen Aussteller ließen Vielversprechendes erhoffen. 

Genauso war es mit dem Tortenwettbewerb, welcher eine ganze Halle einnehmen sollte. In Windeseile waren die Plätze für den Wettbewerb ausgebucht, obwohl sie noch einmal aufgestockt wurden. Tja, so eine Messe konnte und wollte ich mir natürlich nicht entgehen lassen und ergatterte zwei der Plätze für den Tortenwettbewerb. 

Die Nachmittage, Abende und Nächte zwei Wochen vor dem Wettbewerb gehörten ausschließlich meinen Törtchen und ich muss zugeben, zeitlich habe ich die ganze Sache mal wieder unterschätzt. Trotzdem habe ich zwei Torten fertig gestellt, welche ich zufrieden mit nach Dortmund nehmen konnte - das ist ja immer das Wichtigste daran.

Dann war es endlich soweit. Herr S. und ich machten uns auf die Reise nach Dortmund und konnten noch am selben Tag die heil transportierten Törtchen aufbauen. Da fällt einem immer ein Stein vom Herzen, wenn alles heil ankommt - gerade bei sehr filigranen Zuckerblumen ist das ja wirklich heikel.

Und was soll ich sagen, meine Arbeit wurde belohnt:

Ich durfte nicht nur wieder zwei Schautörtchen sondern auch zwei SILBER-Medaillen mit nach Hause nehmen. Da hat sich doch mal wieder der ganze Stress gelohnt. Und ja, ihr dürft sie jetzt auch sehen:

Silberauszeichnung für meine Hochzeitstorte

Die erste Torte hatte das Thema Wald und trat in der Kategorie Hochzeitstorten an. Hier habe ich alles vereint, was ich bisher in meiner Törtchenkarriere gemacht habe. Die untere Etage ist zwei volle Tage von mir handbemalt worden. Für die zweite Etage mit Steinen und Moos habe ich mit Royal Icing gearbeitet. Bei der dritten Etage habe ich mich mit Airbrusch betätigt und die Blumen und Blätter sind mit Kenntnissen aus meinem Kurs mit Alan Dunn entstanden. 





Die Jury hatte einige Kritikpunkte, die ich gern annehme. Trotzdem bin ich mit dieser Torte vollkommen zufrieden. Um nicht zu sagen, ich mag sie sehr, da sie meine Heimat verkörpert. Ich habe den Wald vor der Nase und liebe die Natur ... genau das habe ich der Torte mit gegeben und genau das macht sie so liebenswert für mich.

Soooo und jetzt kommt das absolute Kontrastprogramm - meine zweite Torte für die Kategorie Festliche Torte:

Silberauszeichnung für meine Festtagstorte

Mit dieser Torte wollte ich zeigen, dass man auch mit sehr einfachen Torten eine Auszeichnung erreichen kann, wenn diese sauber und akkurat gearbeitet sind. Das ist mir zum Glück gelungen.  Man weiß ja schließlich nicht, wie die Jury das so sieht. Aber soll ich euch etwas sagen: Ich war trotzdem geflasht über diese tolle Auszeichnung und habe mich super gefreut!



Bei der Torte ging es mir wirklich vordergründig um saubere Arbeit und Technik. Es war auch ein Test, wie diese Arbeit bewertet wird. Dass dabei eine solche Auszeichnung herauskommt, freut mich natürlich. :)

Es gab aber nicht nur meine Törtchen auf der Messe, sondern auch jede Menge andere Torten zu sehen. Ein paar Einblicke in die Ausstellungsstücke zeige ich euch jetzt:



Vielleicht hat der ein oder andere schon andere Berichte über die Messe auf Facebook oder anderen Blogs gelesen. Dort wurde ja viel berichtet, dass die Messe sehr voll war. Das stimmt auch. Gerade zur Mittagszeit am Samstag kam man kaum durch die Hallen und es machte keinen Spaß zu Stöbern oder zu Shoppen. In dieser Zeit schloss die Feuerwehr den Einlass aus Sicherheitsgründen. Das war auch vollkommen richtig. Zwar tut es einem wirklich sehr leid für die Menschen, die eine ganz schön lange Zeit bei nicht so tollem Wetter vor dem Eingang ausharren mussten - doch für die Sicherheit aller Gäste war es wirklich sinnvoll. 

Der Veranstalter reagierte prompt und mietete für den Sonntag eine weitere Halle, platzierte Aussteller um und schaffte mehr Platz. Eine sehr vorbildliche und spontane Reaktion! Sonntags war es dann allerdings trotzdem wahnsinnig voll - obwohl eine weitere große Halle aufgestockt wurde. Wie man daran sehen kann, war die Messe ein voller Erfolg. Auch die Aussteller waren vielseitig, genauso wie viele internationale Tortenkünstler.

Für mich war es daher ein sehr gelungenes und schönes Wochenende. Ich konnte nachmittags super shoppen, habe mit vielen lieben Bekannten und noch Unbekannten geschnattert und bin glücklich wieder nach Hause gereist. 





Da die Messe trotz der starken Überfüllung sehr gut ankam, gehe ich davon aus, dass es 2016 sicherlich eine 2. Auflage geben wird - vielleicht mit noch mehr Platz. Hier mal eine kurze Zusammenfassung:

Am besten gefallen hat mir:

-  die tolle und großzügige Präsentation aller Schaustücke
- die Präsenz vieler nationaler und internationaler Tortenkünstler sowie die Möglichkeit, an vielen Workshops teil zu nehmen
- die Bühne mit Live-Vorführungen
- die große Auswahl an Einkaufsmöglichkeiten

Verbesserungswürdig war:

- die Preisgestaltung der Workshops
- der Platz in den Gängen zwischen den Shops
- die Essensversorgung - am ersten Tag war schnell viel ausverkauft
- die teuren Parkplätze und Garderoben für die Besucher, die schon gut Eintritt gezahlt hatten

Wenn ich es im nächsten Jahr zeitlich einrichten kann, bin ich bestimmt auch bei der 2. Cake and Bake dabei.



Eine Siegerehrung gab es natürlich auch und jede Auszeichnung wurde auf die Bühne gerufen.




Bis bald, Eure Jessi!

Montag, 27. April 2015

Kunterbunt vs. gülden

Wie jedes Jahr hatte auch dieses Jahr mein Opa Ende März Geburtstag. Vor kurzem war es mal wieder soweit und ein halbrunder Geburtstag stand an - 85 Jahre! Wie wunderbar. Und natürlich durfte da ein kleines Geburtstagstörtchen von mir nicht fehlen.

Durchmesser 15 cm, Höhe 12 cm

Da Geburtstage es an sich haben, fröhliche Feste zu sein, so entschied ich mich für eine kunterbunte Torte mit einem goldenen Topping zu Ehren des erreichten Lebensjahres.

Schokoladenkuchen und Füllung aus Mascarpone mit Mango

Für die Verzierung habe ich mehrere Farben Fondant eingefärbt, Stränge geformt, zusammengefügt und nebeneinander ausgerollt. Danach habe ich mit einer Silikonmatte von Marvelous Molds die kleinen Tropfen geformt und nach meinen Vorstellungen an die Torte angebracht.


Ganz wunderbar zur Törtchenfarbe passt auch mein neuer alter Törtchenständer von Home of Cake, den ich mir letztes Jahr auf der Tortenshow in Hamburg ergattert hatte. Ich habe ihn das erste mal  benutzt und finde ihn ganz bezaubernd. Alles richtig gemacht mit der Anschaffung :)


Euch nun noch eine schöne Zeit und bis ganz bald!

Eure Jessi!

Sonntag, 12. April 2015

Von Häufchen und Geburtstagscrashern

Vor kurzem gab es mal wieder einen runden Geburtstag und von mir dazu natürlich wieder ein kleines Törtchen als Geschenk.

Ein 60. Geburtstag stand an und dieser wurde auch gebührend in großer Runde gefeiert.

Da ich meine Torten immer dem Geburtstagskind anpasse, habe ich mir auch dieses Mal ein paar Gedanken gemacht. Neben einigen Hobbys beschäftigt den Haus- und Gartenbesitzer auch seit Jahren ein hartnäckiger Maulwurf. Jaaa, genau - ihr habt richtig gelesen. Tja und wer diese kleine possierlichen Tierchen selbst kennt oder zumindest ihre kleinen Hügel schon kennen lernen durfte (die Tierchen an sich sieht man ja eher weniger), der weiß natürlich, dass man Maulwürfe irgendwie nicht so gern auf seinem Grundstück hat. Warum? Na ja... da könnten so einige ihre Geschichten erzählen, insbesondere das Geburtstagskind. 


Nun ja und da der kleine Maulwurf im Garten des Geburtstagskindes dieses schon seit Jahren durch´s Leben bekleidet, so sollte er doch wenigstens auch bei der Geburtstagssause dabei sein dürfen (ich hatte nämlich gehört, dass er wohl eigentlich nicht eingeladen war * ;o) * ). Man könnte ihn also auch als sogenannten Geburtstagscrasher bezeichnen ...


Gefüllt war das Törtchen mit einem einfachen Schokoladenkuchen und einer Frischkäse-Rote-Grütze-Füllung, wie ich sie häufig verwende und wie sie auch immer gut ankommt.

Den kleinen Maulwurf habe ich direkt mit Modellierfondant auf die Torte modelliert. Da es nur das Köpfchen war, brauchte ich die Figur nicht großartig vorher austrocknen lassen - das hat so sehr gut gehalten.


Euch wünsche ich nun eine wunderbare Frühlingswoche und freue mich schon, wenn wir uns bald wieder lesen.


Eure Jessi!

Dienstag, 31. März 2015

Jede Menge Osterhennen

Vor gut zwei Wochen war es endlich soweit und es fanden sich vier tolle Seminarteilnehmerinnen in meinen Seminarräumen zum diesjährigen Ostermodellier-Seminar ein.

Zuckerfiguren modellieren war das Thema und kurz vor Ostern stand die Anfertigung einer Osterhenne auf der Tagesordnung. Die Teilnehmerinnen konnten sich bei Buchung aussuchen, ob sie gern einen Osterhasen oder lieber eine Osterhenne basteln möchten. Die Entscheidung fiel einstimmig auf die Henne und somit wurden wir allen Wünschen gerecht.


Zu Beginn starteten wir mit einer Einführung in die Materialien, Untergründe und Erläuterung zum statischen Aufbau einer Zuckerfigur.

Danach ging es endlich los mit dem Praxisteil, in welchem wir nach und nach gemeinsam eine tolle kleine Henne erarbeiteten.




Schon nachdem Rumpf, Kopf und Gesicht entstanden waren, konnte man langsam erahnen, was es mal werden soll.



Die Teilnehmerinnen waren wirklich sehr emsig und arbeiteten hoch konzentriert. Für ein kleines Scherzchen zwischendurch war aber auch immer Zeit und von mir gab es natürlich zu jedem Schritt eine Erklärung und Tipps und Tricks.

Und bevor wir uns versahen, war die Zeit nur so verflogen, die Hennen fertig gestellt und jede Menge Stolz machte sich breit - vor allem bei mir auf die vier Mädels, die wirklich tolle Ergebnisse produziert hatten. Schaut doch mal ... toll, nicht wahr!!!?!


Ich habe mich wirklich in jede der Hennen verliebt und bin immer noch ganz hin und weg, welch coole Figuren entstanden sind.

Lustige Oserhennen aus Zucker - wunderschöne Ergebnisse!
Dieses Seminar war eine tolle Erfahrung für mich und hat mir sehr viel Spaß gemacht. Sicherlich lag das auch an sehr lieben und talentierten Teilnehmerinnen. Danke Mädels, es war toll mit euch.

In diesem Jahr wird es noch einmal ein Seminar für das Modellieren von Zuckerfiguren geben. Das ist dann kurz vor Weihnachten und ich freue mich schon sehr darauf. Dann wird es natürlich eine weihnachtliche Figur sein. Mehr Infos könnt ihr hier lesen.

So und nun zeige ich euch natürlich auch noch meine Henne, die sich jetzt bei mir als Osterdeko rumtreibt.


In diesem Sinne wünsche ich euch ein wunderbares Osterfest und fröhliches Eiersuchen. Ich hoffe doch, diese derzeitige Unwetterfront ist bis dahin abgezogen und wir müssen nicht befürchten, dass es die Ostereier in den Nestern nicht wegen herunterfallender Äste nicht überleben.

Habt ein schönes Osterwochenende und bis bald!

Eure Jessi!

Mittwoch, 11. März 2015

Workshop-Wochenende mit Alan Dunn

Vergangenes Wochenende war es für mich endlich soweit ... das erste Zucker-Highlight dieses Jahres: Mein Workshop-Wochenende mit Alan Dunn.

Wer sich je mit Zuckerblumen und ihrer Herstellung beschäftigt hat, der kommt an diesem grandiosen Zuckerblumenkünstler in keinem Fall vorbei. Weltweit bekannt und Autor von zahlreichen Büchern über die Herstellung von Zuckerblumen gibt er nun schon seit Jahren sein Wissen an Begeisterte weltweit weiter. Man kann schon sagen, ein Seminar bei ihm stand bisher ganz oben auf meiner Wunschliste und so schlug ich natürlich zu, als ich Anfang Februar erfuhr, dass er in Deutschland unterrichten wird. Und ganz bescheiden belegte ich nicht nur einen seiner Workshops sondern gleich alle drei ... und ich sollte es nicht bereuen.


Am ersten Tag fabrizierten wir eine Dahlie. Alan erklärte jeden Schritt genau und auch wenn man sich zwischendurch nicht sicher war, half er jederzeit sehr freundlich weiter.


Und wisst ihr was: Ja, diese Dahlie hat gefühlte 1000 Blätter und ja, es war echt ne ganz schöne Fummelei. Vor allem diese ganzen kleinen runden Blätter in der Blütenmitte. Ich dachte zwischenzeitlich schon, das nimmt nie ein Ende.


Trotz dieser aufwendigen Arbeit hat es so viel Spaß gemacht, die Blume zu fertigen und zu sehen, wie sie langsam zu dem wird, was sie zur Dahlie macht. Tja und ich muss sagen, ich war schon ganz schön stolz, dass ein so tolles Blümchen entstanden war. Das wird demnach nicht die letzte Dahlie sein, die ich herstellen werde.


Am zweiten Workshoptag ging es dann weiter mit der Herstellung einer Passionsblume. Schon allein, wenn man diese Blume ansieht, weiß man: Das wird noch mehr filigrane Arbeit als die Dahlie.

An diesem Workshop-Tag waren sogar Teilnehmer aus Paris und Istanbul (teilweise mit eigener Übersetzerin - verrückt) extra angereist, um bei Alan Dunn zu lernen. Es war also ein richtiger Multi-Kulti-Tag und hat mir noch einmal mehr gezeigt, wie toll es ist, an einem solchen Workshop teilnehmen zu dürfen.



Jeder Workshop-Tag war mit sieben Stunden angesetzt - inklusive einer kleinen Mittagspause, welche meist superkurz ausfiel. Diese sieben Stunden nutzten wir emsig mit der Herstellung von Blütenpollen, Blütenblättern und Blattbeiwerk wie z. B. bei der Passionsblume Weinblätter. Trotz eines wirklich straffen Programms war die Zeit knapp und gerade die ersten beiden Tage überzogen wir etwas auf Grund ausführlicher Erklärungen von Alan und genügend Zeit zum Fertigstellen unserer Gestecke. Für die Teilnahme sollte man also in keinem Fall Anfänger sein - ein wenig Grundwissen ist auf jeden Fall notwendig, um in der Zeit mithalten zu können.


Doch nicht nur die eigentliche Arbeit ließ die Zeit nur so dahin rennen. Natürlich nahm sich Alan für jede Teilnehmerin immer Zeit für ein Foto, ein paar nette Worte und das Signieren von seinen Büchern.



Am dritten und leider viel zu schnell herangenahten letzten Tag widmeten wir uns den Orchideen. Und endlich: Ich erreichte am Ende ein für mich sehr zufriedenstellendes Ergebnis, mit welchem ich nun auch daheim zufrieden bin, wenn ich mich mal wieder an Orchideen aus Zucker setze.


Nicht nur die Orchideen sondern auch die Blätter an diesem Workshop-Tag wie Begonie und Ginko waren wirklich spannend herzustellen. Besonders bei der Farbgebung hatte Alan viele Tricks und Tipps für uns.


Zusätzlich fertigten wir noch einen kleinen Schmetterling für das außergewöhnliche Orchideen-Gesteck, den ich mittlerweile richtig ins Herz geschlossen habe. Bei Buchung des Workshops empfand ich ihn nicht so wichtig, aber er passt sehr schön in einige Arrangements und sicher werde ich auch "ihn" noch einmal anfertigen.


Als ich Sonntagabend dann im Auto auf dem Weg nach Hause saß, war ich immer noch ganz aufgedreht von dem gesamten Wochenende, den so vielen neuen Infos und den Eindrücken, die ich sammeln durfte. 

Auch habe ich viele nette Menschen kennengelernt oder wieder getroffen. 

Alan Dunn ist ein so freundlicher Mensch, wahnsinnig guter Lehrer und hat gleichzeitig einen tollen Humor, der ein langes Wochenende nur so dahinfliegen lassen hat.

Fazit: Ein geniales Wochenende mit wunderbaren Erinnerungen und viel Gelerntem liegt hinter mir!


Eure Jessi!

Montag, 2. März 2015

Schlicht und elegant

Schon vor längerer Zeit hatte ich entschlossen, mal wieder ein paar neue Schautörtchen herzustellen. Diese sollen zukünftig den Ausstellungstisch meiner Seminare schmücken und für einige meiner Seminare als Anschauungsobjekte dienen. 

Anfang Februar war ich außerdem in der Galeria Rudolstadt zu Gast, um dort einen Vortrag über Motivtorten und Cupcakes zu halten. Ein Bericht dazu folgt in den nächsten Wochen. Und auch dafür wollte ich ein paar schöne und aktuelle Ausstellungsstücke mitnehmen. 

Eine der Torten zeige ich euch heute. Bei dieser Torte wollte ich ganz schlicht arbeiten und mit nur ein paar Zuckerblumen und Beiwerk feine Akzente setzen. Ich glaube, das ist mir ganz gut gelungen. 


Zur Zeit sieht man sehr häufig Torten im Internet, welche schlicht gehalten sind und nur mittig ihre entscheidenden Akzente setzen. Mir gefällt diese Art sehr gut. 

Besonders gern mag ich zur Zeit auch diesen kühlen schlichten Stil mit den natürlichen Akzenten wie Ästen und Beeren. Kurz bevor der Winter sich von uns verabschiedet also noch eine kleine Hommage an ihn.


Unter dem weißen Callebaut-Fondant verstecken sich drei Dummies - wie üblich für Schautorten. Die drei Blüten habe ich aus Blütenpaste hergestellt und Ihnen Leben mit Puderfarbe von Sugarflair eingehaucht.


Auch die Beeren bestehen aus Blütenpaste. Die Äste sind aus Blütendraht und Floristenband gefertigt.

Ein sehr schlichtes Törtchen also. Für mich hat es trotzdem Charme und ich könnte mir diese Art auch sehr gut als Hochzeitstorte vorstellen. 

Euch nun eine schöne Restwoche und die zweite Schautorte zeige ich euch bald.


Eure Jessi!

Sonntag, 18. Januar 2015

Vintage durch und durch

Vintage ... was ist das denn eigentlich? Wieso sagt man nicht, altes Zeug schön aufgehübscht und kitschig ohne Ende? Tja, das wäre dann doch zuviel des Guten und würde das Thema Vintage auch nicht gebührend ehren. Denn dieser romantische Stil, der Blumen und Spitze sowie feine pastellige Akzente setzt, kann durchaus bestechend wirken und einen mitreißen.

Trotzdem ist dieser Stil auf jeden Fall Geschmackssache und auch ich bin nicht für alles zu haben, was unter der großen Überschrift Vintage steht.


Für die Geburtstagsfeier meiner Oma jedoch passte keine Torte besser als die im Vintage-Stil. Pastellfarben, Blumen aus Oblatenpapier - wie ganz feines Porzellan - und natürlich Spitze über Spitze.

Dazu müsst ihr wissen, dass zum Kaffee immer die schönen alten Sammeltassen aufgefahren werden. Ich würde so keine Kaffeetafel schmücken, aber bei meiner Oma liebe ich das. Obwohl kein Gedeck dem anderen gleicht, so wirkt alles doch harmonisch und einladend. 


Für diese essbare goldfarbene Spitze habe ich übrigens das erste Mal mit CakeLace gearbeitet und mich in dieses Zeug verliebt. Es ist so leicht zu handhaben. Die Metallicfarben sind sogar schon angemischt. Man muss also nur das Eimerchen aufmachen, Paste auf die entsprechende Silikon-Matte (ich hatte diese hier) und nach Packungsanleitung ab in den Ofen. Sogar zum Schreiben könnte man die Masse nutzen. Sehr toll! Und was ich am besten daran finde: Die Zuckerspitze ist superbeweglich. Natürlich - es ist Spitze, also ist sie auch sehr fein und empfindlich. Doch spröde und brüchig wie andere Masse zählen nicht zu ihren Eigenschaften und das ist für mich ein echter Gewinn. Nach einigen Tests hatte ich auch die Verfahrensweise für optimale Ergebnisse raus.

Gut, in der Anschaffung ist CakeLace nicht ganz so günstig - insbesondere haben einige Silikon-Matten wirklich stolze Preise. Man sollte sich also gut überlegen, wie oft man diese Produkte benötigt und ob es sich rechnet. Ich nutze die Spitze öfter, z. B. auch in meinen Seminaren, daher lohnt sich für mich auch eine solche Investition.

Meine Oma hat sich natürlich wieder sehr gefreut. Hatte sie im letzten Jahr doch eine ganz andere Torte zu Ihrem Geburtstag bekommen (hier könnt ihr die Torte aus dem letzten Jahr sehen).

Auch die Blumen auf der Torte haben ihr gut gefallen. Diese sind aus Oblatenpapier (Waferpaper) gefertigt. Diese Art der Blumen macht mir riesig Spaß - es ist etwas ganz anderes, als mit Blütenpaste zu arbeiten. Zwar sind hier der Blumenart ein paar Grenzen gesetzt, aber das macht nichts. Insbesondere für etwas andere Torten werde ich sie weiterhin verwenden - auch wenn ich für mehr Vielfalt erst einmal ein wenig üben muss :)


Euch nun noch einen schönen Sonntag und bis ganz bald mal wieder.

Eure Jessi!
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